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Symbolbild, KI-generiert

Vincorion Aktie: 42,4 Prozent Umsatzsprung auf 150 Millionen

Vincorion verzeichnet im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 42 Prozent und hebt die Jahresprognose an. Ein Auftragsbestand von 1,2 Milliarden Euro sichert die Planung für 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzsprung um 42 Prozent
  • Auftragsbestand erreicht 1,2 Milliarden Euro
  • Jahresprognose nach oben korrigiert
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich

Vincorion hat am Donnerstag Halbjahreszahlen vorgelegt, die den Rüstungszulieferer auf einen deutlich steileren Wachstumspfad heben als noch vor Jahresfrist erwartet. Der Umsatz stieg um 42,4 Prozent auf 150,2 Millionen Euro, das bereinigte EBIT kletterte um 32,8 Prozent auf 28,4 Millionen Euro. Damit erreichte das Unternehmen eine bereinigte EBIT-Marge von 18,9 Prozent.

Der Aktienkurs reagierte am Freitag mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 22,34 Euro – die Fortsetzung einer Rally, die das Papier binnen 30 Tagen um 23 Prozent nach oben getrieben hat.

Auftragsbestand als Fundament für 2026

Besonders ins Auge fällt der Auftragseingang von 330,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr, nachdem allein im Juni Neuaufträge von über 100 Millionen Euro eingingen. Der Gesamtauftragsbestand liegt inzwischen bei 1,2 Milliarden Euro. Nach Unternehmensangaben ist der Großteil des für 2026 geplanten Umsatzes damit bereits durch feste Bestellungen gedeckt – ein Polster, das Planungssicherheit für das laufende Geschäftsjahr schafft.

Treiber der Nachfrage ist laut Unternehmensangaben vor allem das Segment Power Systems: Systeme für die bodengebundene Luftverteidigung sind stark gefragt, zudem übernimmt Vincorion eine zentrale Rolle im EU-geförderten SENTINEL-Projekt für taktische Energiesysteme.

Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz auf 81,2 Millionen Euro, nach 56,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Um die Nachfrage in den Bereichen Vehicle Systems und Power Systems bedienen zu können, baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten aus.

Cashflow dreht ins Positive, Guidance angehoben

Nach einem schwachen ersten Quartal mit einem negativen freien Cashflow von 7,1 Millionen Euro drehte dieser im zweiten Quartal auf plus 1,1 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Vincorion nun mit einem Konzernumsatz am oberen Ende der bisherigen Bandbreite von 280 bis 320 Millionen Euro, bei einer bereinigten EBIT-Marge von 18 bis 19 Prozent.

Die Reaktion an den Kapitalmärkten fiel entsprechend deutlich aus. JPMorgan-Analyst David H Perry hob am Donnerstag sein Kursziel von 23,50 auf 27,00 Euro an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Zur Begründung verwies Perry auf höhere Gewinn-je-Aktie-Schätzungen für die Jahre 2026 bis 2030, die JPMorgan um jährlich 10 Prozent anhob. Auch Berenberg bestätigte am selben Tag sein „Buy“-Rating für das Papier.

Der jüngste Kursschub hat die Aktie technisch überkauft erscheinen lassen – der RSI von 74,4 signalisiert eine deutliche Dynamik. Fundamental bleibt der Auftragsbestand von 1,2 Milliarden Euro jedoch der wichtigste Anker für Anleger, die die weitere Entwicklung des Rüstungszulieferers verfolgen: Er sichert einen Großteil des für das laufende Jahr angepeilten Umsatzes bereits ab, unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen.

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