Volle Auftragsbücher und ein massiver Kapazitätsausbau prägen das operative Geschäft bei Vincorion. An der Börse zeigt sich derzeit ein anderes Bild. Die Aktie des Rüstungszulieferers hat seit ihrem Rekordhoch Anfang Mai rund 18 Prozent eingebüßt und schloss am Montag bei 18,46 Euro. Ein technischer Indikator sticht dabei ins Auge: Mit einem RSI von 22,1 gilt das Papier aktuell als stark überverkauft.
Ausbau ohne neue Schulden
Operativ drückt das Management aufs Tempo. Der Konzern rüstet seine Produktionslinien an den deutschen Standorten Altenstadt, Essen und Wedel sowie in den USA auf. Sogenannte Pulse-Lines sollen den Durchsatz erhöhen. Das Unternehmen profitiert indirekt massiv von der europäischen Wiederaufrüstung. Vincorion-Komponenten stecken unter anderem im Kampfpanzer Leopard 2 und in Patriot-Raketensystemen.
Bemerkenswert ist die Finanzierung der Expansion. Kapitalerhöhungen oder neue Kredite schließt der Vorstand aus. Der Ausbau wird komplett aus dem laufenden Geschäft gestemmt. Für das Gesamtjahr plant Vincorion mit einem operativen Cashflow von rund 38 Millionen Euro.
Parallel dazu wächst die Belegschaft. CEO Kajetan von Mentzingen rechnet langfristig mit einem jährlichen Personalaufbau im mittleren einstelligen Prozentbereich. Aktuell beschäftigt der Zulieferer mehr als 900 Mitarbeiter.
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Insiderkäufe stützen das Sentiment
Aufsichtsrätin Maike Schuh nutzte den beginnenden Kursrückgang für einen Nachkauf. Am 8. Mai erwarb sie gut 4.700 Papiere zu einem Kurs von 20,89 Euro. Heute notiert die Aktie deutlich tiefer. Bereits im März hatte sie ein größeres Aktienpaket gekauft. Marktbeobachter werten solche Insidertransaktionen oft als Vertrauensbeweis in die operative Stärke.
Die fundamentalen Ziele bleiben bestehen. Das Management erwartet im laufenden Jahr Erlöse von bis zu 320 Millionen Euro bei einer operativen Marge von knapp 19 Prozent. Mittelfristig will Vincorion die Profitabilität auf rund 20 Prozent steigern.
Am 12. August legt Vincorion die Halbjahreszahlen vor. Dann wird sich der Fokus vom reinen Umsatzwachstum auf die Bilanzqualität verschieben. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des freien Cashflows nach einem negativen Auftaktquartal. Außerdem muss das Management beweisen, dass die Gewinnmargen trotz der teuren Kapazitätserweiterungen stabil bleiben.
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