Nach den turbulenten ersten Wochen an der Börse kehrt bei VINCORION Ruhe ein. Die Aktie des Rüstungszulieferers schloss am Montag bei 17,63 Euro. Damit hält sich das Papier stabil über dem ursprünglichen Emissionspreis von 17 Euro.
Prominente Ankeraktionäre stützen den Kurs
Das Unternehmen kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 880 Millionen Euro. Zu verdanken ist das auch starken Ankerinvestoren. Fidelity International und Invesco hatten bereits beim Börsengang im März große Aktienpakete gezeichnet. Die Folge: Der anfängliche Verkaufsdruck lässt nun spürbar nach.
Volle Auftragsbücher im Rüstungsboom
VINCORION profitiert von der tiefen Verankerung in europäischen Verteidigungsprogrammen. Der Zulieferer baut mechatronische Lösungen für zentrale Waffensysteme.
Zu den bedienten Plattformen gehören:
* Abwehrsysteme: Stromversorgung für PATRIOT und IRIS-T SLM
* Gepanzerte Fahrzeuge: Stabilisierungssysteme für Leopard 2 und Puma
* Luftfahrt: Rettungswinden für Hubschrauber
Dieses Geschäft bringt verlässliche Einnahmen. Im vergangenen Jahr stammte mehr als die Hälfte der Erlöse aus dem lukrativen Wartungsgeschäft. Der gesamte Auftragsbestand summiert sich auf 1,1 Milliarden Euro. Davon entfallen knapp 435 Millionen Euro auf feste Verträge.
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Trend zu grüner Verteidigung
Ein weiterer Wachstumstreiber ist der Trend zur emissionsarmen Rüstung. VINCORION entwickelt hybride Energiespeicher für Militäroperationen. Dieser Spezialmarkt soll bis zum Ende des Jahrzehnts auf ein Volumen von etwa zwölf Milliarden Euro anwachsen.
Die Aktionärsstruktur zeigt sich derweil stabil. Der Hauptaktionär STAR Capital hält weiterhin knapp 49 Prozent der Anteile. Der Streubesitz liegt bei über 50 Prozent.
Am 7. Mai rückt das operative Geschäft in den Fokus. Dann legt VINCORION den Bericht für das abgelaufene Quartal vor. Marktbeobachter erwarten konkrete Details zur Auslastung der Werke in Wedel und Altenstadt.
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