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VINCORION: 13,3 Prozent auf Rekordhoch

Der Rüstungskonzern übertrifft Erwartungen mit 40 Prozent Umsatzplus und bestätigt die Jahresziele. Analysten sehen weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt auf neues Allzeithoch
  • Umsatzwachstum von 40 Prozent
  • Eigenfinanzierte Projekte ohne Kapitalerhöhung
  • Analystenratings: Buy und Overweight

Kaum einen Monat nach dem Börsengang notiert VINCORION auf einem Allzeithoch. Am Donnerstag legte die Aktie des Rüstungsunternehmens um 13,3 Prozent auf 22,00 Euro zu — der zweite kräftige Kurssprung in Folge.

Starkes Quartal als Auslöser

Den Anstoß gaben vorläufige Quartalszahlen vom Vortag: VINCORION meldete ein Umsatzplus von gut 40 Prozent im ersten Quartal und bestätigte die Jahresprognose. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen Umsätze zwischen 280 und 320 Millionen Euro an, bei einer bereinigten EBIT-Marge von 18 bis 19 Prozent.

Der Kontrast zur Nachbörsenphase ist deutlich. Nach dem IPO zu 17 Euro je Aktie war der Kurs — trotz eines ersten Handelstags bis knapp unter 20 Euro — in einem schwierigen Marktumfeld stetig abgerutscht. Das aktuelle Niveau liegt nun rund 29 Prozent über dem Ausgabepreis.

Wachstum ohne Kapitalerhöhung

Was das Geschäftsmodell für Investoren interessant macht: VINCORION plant, bevorstehende mechatronische Projekte aus eigener Kraft zu finanzieren — ohne neue Aktien oder Bankschulden. Grundlage ist ein operativer Cashflow von 38 Millionen Euro, den das Unternehmen im Vorjahr erwirtschaftete. Der Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro liefert die nötige Planungssicherheit.

Zur Aktionärsstruktur: Mit dem Auslaufen der Greenshoe-Option stieg der Streubesitz auf knapp über 52 Prozent. Der Private-Equity-Investor STAR Capital hält rund 48 Prozent — dieser Block ist bis in den Herbst durch eine Lock-up-Frist gebunden, was kurzfristigen Verkaufsdruck vom größten Anteilseigner begrenzt.

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Bewertungsabschlag trotz Rally

Trotz des Kursanstiegs notiert VINCORION mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46 deutlich unter den Multiples von RENK oder Hensoldt, die auf nahezu das Doppelte kommen. Einen Teil dieses Abschlags erklärt die kurze Börsenhistorie — das Unternehmen ist seit kaum einem Monat gelistet.

Berenberg bewertet die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 26 Euro. JPMorgan setzt auf „Overweight“ mit einem Ziel von 23,50 Euro. Beide Häuser argumentieren, dass die strategische Positionierung eine höhere Bewertung rechtfertigt.

Den nächsten konkreten Datenpunkt liefern die vollständigen Quartalszahlen im Mai. Ob die Gewinnkennzahlen das Umsatzwachstum bestätigen, entscheidet darüber, ob der Bewertungsabschlag zu den Sektorpeers weiter schmilzt.

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Diskussion zu VINCORION

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.