Der Markt für Abnehmspritzen wächst rasant. Viking Therapeutics will sich hier positionieren. Ende Mai präsentiert das Biopharma-Unternehmen auf dem Europäischen Adipositas-Kongress in Istanbul neue Studiendaten. Im Fokus steht der Wirkstoffkandidat VK2735.
Auf der Konferenz zeigt Viking Ergebnisse einer 13-wöchigen Phase-2-Studie. Diese testet die orale Variante von VK2735. Das Management beleuchtet dabei die Gewichtsabnahme und die Verträglichkeit. Parallel dazu stellt das Team das Design der laufenden Phase-3-Studie vor, die die Spritzen-Version bei übergewichtigen Erwachsenen untersucht.
Dualer Ansatz gegen Fettleibigkeit
VK2735 wirkt als dualer Agonist und zielt auf die Rezeptoren GLP-1 und GIP ab. Die klinische Entwicklung läuft auf Hochtouren. Beide Spätphasen-Studien für die subkutane Variante sind bereits vollständig rekrutiert. Im vierten Quartal plant Viking den Start einer weiteren Phase-3-Studie, bei der die Tablettenform in den Mittelpunkt rückt.
Hohe Kosten für die Forschung
Die schnelle Pipeline-Entwicklung kostet Geld. Die Folge: Im ersten Quartal verbuchte Viking einen Nettoverlust von 158 Millionen US-Dollar. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung kletterten auf 115 Millionen US-Dollar. Das ist fast dreimal so viel wie im Vorjahr.
Ein Liquiditätsengpass droht aber nicht. Das Unternehmen beendete den März mit Barreserven von 603 Millionen US-Dollar. Damit ist die Finanzierung der teuren Studien gesichert.
Abseits des Hauptprogramms treibt Viking weitere Projekte voran. Bald startet eine erste klinische Studie für den Kandidaten VK3019. Dieser neuartige Amylin-Agonist erweitert das Portfolio für Stoffwechselerkrankungen. Bis Ende 2026 will das Management vier Studien in der späten Entwicklungsphase haben.
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