Viking Therapeutics kämpft aktuell mit Gegenwind an der Börse. Trotz eines enttäuschenden Quartalsergebnisses halten Profi-Investoren dem Biotech-Spezialisten die Treue. Die jüngsten Kursverluste überlagern eine weitaus größere Wette auf den lukrativen Markt für Abnehm-Medikamente.
Am Montag gab das Papier um 2,06 Prozent auf 33,35 Euro nach. Belastend wirkte vor allem der jüngste Quartalsbericht. Das Unternehmen meldete einen Verlust je Aktie von 1,37 US-Dollar. Marktbeobachter hatten im Schnitt lediglich mit einem Minus von 1,01 US-Dollar gerechnet.
Starke Basis durch Institutionelle
An der positiven Grundstimmung unter Experten ändert das verfehlte Ergebnis wenig. Von 14 beobachteten Brokerhäusern ergibt sich weiterhin ein moderates Kaufvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 93,60 US-Dollar. Das entspräche fast einer Verdreifachung des aktuellen Niveaus.
Großanleger stützen diese Erwartung massiv. Rund 76 Prozent der Aktien befinden sich in institutioneller Hand. Diese Profis setzen offenbar auf den langfristigen Erfolg der klinischen Entwicklung. Kurzfristige Schwankungen scheinen an der strategischen Ausrichtung der Großinvestoren nichts zu ändern.
Das Unternehmen verfügt über ein solides finanzielles Polster. Barmittel von rund 603 Millionen US-Dollar sichern die Forschung vorerst ab. Das gibt dem Management den nötigen Spielraum für die kostenintensiven Studien der kommenden Jahre.
Pipeline im Fokus
Im Zentrum steht der Hoffnungsträger VK2735. Die klinische Phase-3-Studie für die injizierbare Variante soll 2027 erste Ergebnisse liefern. Parallel dazu plant das Unternehmen bis Ende 2027 den Start einer Phase-3-Studie für eine orale Version des Wirkstoffs.
Neben Adipositas-Mitteln entwickelt Viking Therapien gegen die Fettleber-Erkrankung NASH. Auch hier befindet sich das entsprechende Präparat bereits in einer späten Testphase. Ein drites Medikament erhielt obendrein den Status als Arzneimittel gegen seltene Leiden.
Die Aktie notiert derzeit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 28,96 Euro. Damit bleibt der übergeordnete Trend trotz der jüngsten Korrektur positiv. Anleger blicken nun auf das Jahr 2027, wenn die entscheidenden Daten zur Marktreife von VK2735 vorliegen.
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