Die Stimmung bei Viking Therapeutics ist gekippt. Während die Konkurrenz den Preiskampf verschärft, trennt sich das Top-Management überraschend von Aktien im Millionenwert. Anleger stellen sich nun die drängende Frage: Ist das Vertrauen der Führungsebene in die eigene Pipeline geschwunden oder handelt es sich lediglich um private Gewinnmitnahmen vor wichtigen Terminen?
Der Biotech-Titel verlor im gestrigen Handel 9,3 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Tagesverlust seit Ende August. Auslöser war eine koordinierte Verkaufswelle in der Chefetage, die dem Markt sauer aufstieß. CEO Brian Lian, CFO Greg Zante und COO Marianna Mancini veräußerten am Montag Anteile im Gesamtwert von 11,5 Millionen Dollar. Allein Konzernchef Lian stieß Pakete für rund 7,7 Millionen Dollar ab. Der Kurs fiel daraufhin auf 32,14 Dollar, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 43,55 Dollar.
Preiskampf statt Übernahmefantasie
Zeitgleich wächst der Druck von außen massiv. Der Pharma-Riese Novo Nordisk setzt mit seinem neu zugelassenen oralen Wegovy-Präparat aggressive Maßstäbe. Der Einstiegspreis von 149 Dollar pro Monat für Selbstzahler ist eine Kampfansage an den gesamten Sektor.
Für Viking Therapeutics, dessen Hoffnungsträger VK2735 noch in der klinischen Phase 3 steckt, erhöht sich damit die Markteintrittsbarriere. Während Novo Nordisk bereits Umsätze generiert, schreibt Viking ohne zugelassenes Produkt weiterhin Verluste und weist eine Marktkapitalisierung von rund 4 Milliarden Dollar auf. Das Unternehmen muss beweisen, dass sein Kandidat in diesem preissensitiven Umfeld konkurrenzfähig bleibt.
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Klinische Daten gegen Marktstimmung
Operativ treibt das Unternehmen seine Entwicklung dennoch voran. Die Rekrutierung für die wichtige Phase-3-Studie VANQUISH-1 wurde im November 2025 vorzeitig abgeschlossen. Ergebnisse der Phase 2 zeigten vielversprechende Gewichtsverluste von bis zu 14,7 Prozent in 13 Wochen. Auch die Analystenseite bleibt bisher standhaft: Canaccord hält an der Kaufempfehlung und einem Kursziel von 106 Dollar fest und bezeichnet Viking als führenden Akteur in der Medikamentenentwicklung gegen Adipositas.
Der Zeitpunkt der Insider-Verkäufe – nur wenige Tage vor der wichtigen J.P. Morgan Healthcare Conference – sorgt jedoch für Spekulationen. Marktteilnehmer werten dies teilweise als Signal, dass kurzfristig keine Übernahmeangebote zu erwarten sind.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den kommenden Montag, den 12. Januar. CEO Brian Lian wird auf der Konferenz in San Francisco präsentieren. Er steht unter Zugzwang, den Investoren eine klare Strategie gegen die Preisoffensive von Novo Nordisk aufzuzeigen und die Zweifel zu zerstreuen, die seine eigenen Aktienverkäufe gesät haben.
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