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Symbolbild, KI-generiert

Viking Aktie: Rückenwind

Eine enttäuschende Phase-3-Studie von Novo Nordisk entlastet Viking Therapeutics im Wettbewerb um Abnehmmedikamente und treibt die Aktie deutlich nach oben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie legt nach Konkurrenznachricht kräftig zu
  • Novo Nordisk verliert Wirksamkeitsvergleich gegen Eli Lilly
  • Viking entwickelt ähnliches duales Wirkstoffprinzip
  • Finanzpolster für kommende Studienphasen vorhanden

Eine Phase-3-Enttäuschung bei Novo Nordisk hat am Montag die Karten im Markt für Abnehmmedikamente neu gemischt – und Viking Therapeutics davon profitieren lassen. Anleger reagierten auf das schwächere Abschneiden von CagriSema gegen Eli Lillys Tirzepatid und werteten das als Entlastung im Wettbewerb. Die Aktie sprang zum Handelsstart nach oben und legte im Tagesverlauf zeitweise um rund 11% zu.

Novo Nordisk schwächelt im Direktvergleich

Auslöser kam nicht aus dem eigenen Haus: Novo Nordisk teilte am Montag mit, dass CagriSema in der Phase-3-Studie REDEFINE 4 die Nichtunterlegenheit gegenüber Tirzepatid nicht zeigen konnte. In der 84-wöchigen, offenen Studie mit 809 Patienten lag der Gewichtsverlust laut Novo bei 23,0% (CagriSema) gegenüber 25,5% (Tirzepatid). Auch bei Berücksichtigung der Therapietreue blieb der Abstand bestehen: 20,2% versus 23,6%.

Novo Nordisk geriet daraufhin deutlich unter Druck. Die Aktie fiel laut Reuters um etwa 15% und rutschte auf den niedrigsten Stand seit 2021.

Warum das Viking hilft

Viking entwickelt mit VK2735 einen dualen GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten für Adipositas und bewegt sich damit auf denselben Wirkpfaden wie die Konkurrenzpräparate. Die Reaktion am Markt ist entsprechend nachvollziehbar: Wenn ein großer Wettbewerber im direkten Wirksamkeitsvergleich hinter der Benchmark zurückbleibt, wirkt das für klinische Herausforderer wie Viking zunächst wie eine weniger bedrohliche Konkurrenzlage – vorausgesetzt, das eigene Programm liefert in den nächsten Studienphasen überzeugende Daten.

Am Montag eröffnete die Aktie laut MarketBeat bei 32,60 US-Dollar nach einem Schlusskurs von 31,03 US-Dollar und wurde im Verlauf um 34,22 US-Dollar gehandelt. Das gemeldete Volumen lag bei rund 1,89 Millionen Aktien.

Pipeline und Finanzlage als Hintergrund

Viking hatte in seinem Zahlenupdate vom 11. Februar mehrere operative Meilensteine genannt: Die Phase-3-Studie VANQUISH-1 (subkutanes VK2735, rund 4.500 Patienten) schloss die Rekrutierung früher als geplant ab. VANQUISH-2 (Adipositas plus Typ-2-Diabetes, rund 1.100 Patienten) nähert sich der vollständigen Rekrutierung.

Zudem soll eine orale VK2735-Variante im 3. Quartal 2026 in Phase 3 überführt werden – nach positivem FDA-Feedback aus einem End-of-Phase-2-Termin. Eine Maintenance-Studie mit verschiedenen Dosierungsregimen ist vollständig rekrutiert; Daten erwartet das Unternehmen ebenfalls im 3. Quartal 2026. Für das 1. Quartal 2026 war außerdem ein IND-Antrag für einen neuen Amylin-Agonisten vorgesehen.

Finanziell bleibt der Rahmen klar: Für 2025 meldete Viking einen Nettoverlust von rund 359,6 Mio. US-Dollar (EPS: -3,19). Im vierten Quartal lag das EPS bei -1,38 und damit unter der Konsensschätzung von -0,89. Gleichzeitig wies das Unternehmen zum Quartalsende laut Mitteilung 706 Mio. US-Dollar an Barmitteln aus.

Zum Marktumfeld: Novo hat CagriSema laut eigener Mitteilung auf Basis früherer REDEFINE-Studien bereits bei der FDA eingereicht, eine Entscheidung wird bis Ende 2026 erwartet. Viking verweist als Datenbasis aus einer früheren Phase-2-Studie (VENTURE) auf einen Gewichtsverlust von bis zu 14,7% nach 13 Wochen subkutaner Behandlung – der nächste große Prüfstein sind nun die anstehenden Phase-3- und 2026er Datentermine (u.a. im 3. Quartal).

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Diskussion zu Viking Therapeutics

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