Vertiv profitierte am Dienstag von einer Erholung bei Stromversorgungs- und Rechenzentrumsausrüstern. Medienberichten zufolge hatte Bernstein argumentiert, die politischen Risiken für den Rechenzentrumsbau in den USA seien geringer als befürchtet. Am Freitag legte die Vertiv-Aktie um 4,1% zu; die Einschätzung zum Branchenumfeld stammte bereits vom Dienstag.
Analysten mit gegensätzlichen Bewertungen
Bei den unternehmensspezifischen Einschätzungen liegen die Analysten deutlich auseinander. Bernstein bestätigte am Montag die Einstufung „Outperform“ und ein Kursziel von 376 $. GLJ Research senkte dagegen am selben Tag das Kursziel von 188 $ auf 187 $ und behielt die Verkaufsempfehlung bei. Während Bernstein damit eine überdurchschnittliche Entwicklung erwartet, spricht sich GLJ Research weiterhin für einen Verkauf aus.
Die Geschäftszahlen liefern den fundamentalen Hintergrund für die Bewertung. Für das dritte Quartal 2026 meldete Vertiv am 28. Oktober einen Nettoumsatz von 4,31 Milliarden $. Das entsprach einem Wachstum von 61%.
Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 78% auf 2,21 $. Beim organischen Auftragseingang berichtete das Unternehmen ein Wachstum von mehr als 100% gegenüber dem Vorjahr.
Vor rund zwei Wochen hob Vertiv außerdem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Das Unternehmen erwartet einen Nettoumsatz zwischen 14,45 Milliarden $ und 14,85 Milliarden $.
Halbleiterzugang und nächster Termin
Vertiv kündigte zudem eine dreijährige strategische Vereinbarung mit Infineon Technologies AG an. Sie soll den langfristigen Zugang zu Leistungshalbleitern aus Silizium und Siliziumkarbid unterstützen. Dazu gehören auch Komponenten für die nächste Generation von 800-VDC-Stromversorgungssystemen.
Als nächster bestätigter Termin steht am 10. November 2026 die Teilnahme an Bairds Global Industrial Conference an.
Stand heute, 7. November: Vertiv – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Vertiv investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
