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Symbolbild, KI-generiert

Vertiv Aktie: Aufträge verdoppeln sich

Im dritten Quartal wuchsen Umsatz und Marge; Vertiv erhöhte die Jahresziele und meldete mehr als doppelt so viele organische Aufträge.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Organische Bestellungen mehr als verdoppelt
  • Quartalsumsatz steigt auf 4,31 Milliarden Dollar
  • Bereinigte operative Marge erreicht 25,2 Prozent
  • Vertiv hebt Jahresprognose für 2026 an

Vertiv hat im dritten Quartal fast alles übertroffen, was sich bei einem Rechenzentrumsausrüster messen lässt. Die organischen Aufträge liegen mehr als 100 Prozent über dem Vorjahr. Das Management hebt daraufhin die Jahresprognose in allen Kernkennzahlen an.

Umsatz und Marge wachsen gemeinsam

Der Umsatz stieg um 61 Prozent auf 4,31 Milliarden Dollar. Organisch wuchs das Geschäft um 55 Prozent, rund sechs Prozentpunkte steuerten Zukäufe bei. Getragen wurde das Plus von allen Regionen: Amerika legte um 75 Prozent zu, Asien-Pazifik um 50 Prozent, Europa, Nahost und Afrika um 23 Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 83 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich um 290 Basispunkte auf 25,2 Prozent. Vertiv verweist auf Skaleneffekte bei höheren Verkäufen und auf Produktivitätsgewinne in der Fertigung. Ein ungünstigerer Produktmix und Wachstumsinvestitionen bremsten leicht.

Je Aktie verdiente Vertiv 1,95 Dollar nach GAAP, nach 1,02 Dollar im Vorjahr. Bereinigt waren es 2,21 Dollar, ein Plus von 78 Prozent.

Prognose steigt deutlich

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Vertiv nun einen Umsatz von 14,45 bis 14,85 Milliarden Dollar an. Die Untergrenze liegt damit klar über früheren Erwartungen, die Spanne wurde um 650 Millionen Dollar nach oben verschoben. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 7,10 bis 7,20 Dollar liegen.

Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 4,31 und 4,51 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll 2,22 bis 2,28 Dollar erreichen. Der freie Cashflow soll im Gesamtjahr zwischen 2,6 und 2,8 Milliarden Dollar landen.

Volle Bücher, hohe Bindung von Kapital

Auffällig ist die Bilanz. Die Vorräte haben sich seit Jahresende mehr als verdoppelt, die Forderungen stiegen kräftig. Ausgeglichen wird das durch Kundenanzahlungen: Die passivierten Vertragsverbindlichkeiten sprangen auf gut 4,1 Milliarden Dollar. Die Liquidität stieg auf 6,2 Milliarden Dollar, und Vertiv hält eine Nettoliquidität.

Konzernchef Giordano Albertazzi sprach vom „größten Infrastrukturausbau“, der sich noch beschleunige. Executive Chairman Dave Cote sieht eine „lange Startbahn“ voraus. Die Investitionen sollen 2026 bei rund vier Prozent des Umsatzes bleiben, um Kapazitäten für die gestiegene Nachfrage zu schaffen.

Die Telefonkonferenz zu den Zahlen fand heute um 11 Uhr Ostküstenzeit statt. Ihre Aussagen zum Auftragsbestand und zu den Kapazitäten dürften die Einordnung der angehobenen Ziele prägen.

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Diskussion zu Vertiv

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.