Verizon hat mit der Übernahme von Frontier Communications für 20 Milliarden Dollar einen strategischen Schwerpunkt gesetzt. Der Telekom-Riese setzt damit voll auf die Konvergenz von Glasfaser- und Mobilfunknetzen. Gleichzeitig läuft unter neuem CEO Dan Schulman ein radikaler Restrukturierungskurs, der Tausende Stellen kosten soll.
Die neue Strategie unter CEO Schulman
Die am 20. Januar 2026 abgeschlossene Übernahme von Frontier ist der größte strategische Schritt für Verizon seit über einem Jahrzehnt. Durch die Integration von Frontiers Glasfasernetz mit der eigenen Fios-Infrastruktur kontrolliert das Unternehmen nun etwa 30 Millionen potenzielle Fiber-Anschlüsse in den USA. Diese Größenordnung soll helfen, der aggressiven Glasfaser-Expansion von AT&T und der Mobilfunk-Dominanz von T-Mobile Paroli zu bieten.
Parallel zur Akquisition läuft ein umfassender Restrukturierungsplan, der als „Value Pivot“ bezeichnet wird. Dieser sieht vor, im Laufe des Jahres 2026 zwischen 13.000 und 15.000 Stellen abzubauen. Ziel ist es, veraltete Geschäftsbereiche zu verschlanken und automatisierte, KI-gesteuerte Systeme zu integrieren, um die operative Effizienz zu steigern. Die finanziellen Folgen sind bereits spürbar: Im vierten Quartal 2025 meldete Verizon Abschreibungen für Abfindungen in Höhe von fast 1,8 Milliarden Dollar.
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Analysten bewerten die Lage stabil
Eine Gruppe von 19 Analysten bewertet die Aktie derzeit mit einem konsolidierten Rating von „Moderate Buy“. Diese Einschätzung spiegelt eine Stabilisierung der Stimmung wider, nachdem die Aktie zuletzt volatiler gehandelt wurde. Die Bewertung erfolgte nur fünf Tage nach Abschluss der milliardenschweren Frontier-Übernahme.
Investoren müssen nun mehrere Faktoren gegeneinander abwägen: Die massive Dividendenrendite von 7,03% steht den hohen Kosten für den Schuldendienst gegenüber. Diese sind aufgrund einer Anleiheemission über 11 Milliarden Dollar Ende 2025 zur Finanzierung des Frontier-Deals weiterhin erhöht. Die Fähigkeit des Unternehmens, die Ausschüttung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die 20 Milliarden Dollar für Frontier zu stemmen, steht im Fokus institutioneller Anleger.
Nächster Meilenstein: Die Quartalszahlen
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 am Freitag, dem 30. Januar 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie (EPS) von 1,06 Dollar bei einem Umsatz von etwa 36,2 Milliarden Dollar. Es wird das erste Mal sein, dass die anfänglichen Kosten der umfangreichen Personalreduzierung in den Zahlen sichtbar werden. Der Markt wird genau auf die Nettozuwächse bei den Kunden und die Prognosen des Managements zu den Synergien aus der Frontier-Integration für das restliche Geschäftsjahr 2026 achten.
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