Verizon schreibt weiter daran, den Telekom-Riesen schlanker und kundenfreundlicher zu machen. Die Aktie notierte am Freitag bei 39,85 Euro – ein Minus von knapp vier Prozent in der Woche. Unter dem Strich steht seit Jahresbeginn aber ein Plus von über 15 Prozent.
Das „Simplicity“-Programm kommt an
CEO Dan Schulman treibt die Neuausrichtung voran. Seit Mitte Juni 2026 gilt der neue „Simplicity“-Tarif: 45 Dollar pro Monat, für Wechsler sogar ab 30 Dollar. Die bisher üblichen Aktivierungs- und Upgrade-Gebühren von bis zu 40 Dollar pro Gerät fallen weg.
Parallel dazu startet im Juli das Treueprogramm „Verizon Shine“. Kunden erhalten drei Prozent Cashback auf ihre Rechnungen, einlösbar bei Partnerfirmen. Analysten sehen darin einen klaren Schritt gegen die hohe Kundenabwanderung – und gegen die oft undurchsichtige Tarifstruktur der Branche.
Bilanz gestärkt, Dividende bleibt Anker
Am 19. Juni kaufte Verizon eigene Schuldtitel im Wert von rund 1,86 Milliarden Dollar zurück. Ziel: die Kapitalstruktur vereinfachen, finanziellen Spielraum gewinnen. Für Anleger ist vor allem die Dividende relevant. Seit zwei Jahrzehnten steigt sie ununterbrochen, der letzte Schritt kam im Februar 2026. Die aktuelle Rendite liegt bei rund 6,2 Prozent, die Ausschüttungsquote bei 69 Prozent.
Im ersten Quartal erzielte Verizon einen Umsatz von 34,44 Milliarden Dollar – ein Plus von 2,9 Prozent zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,28 Dollar über den Prognosen der Analysten (1,21 Dollar). Für 2026 peilt das Management ein EPS-Wachstum von fünf bis sechs Prozent an, gestützt auf einen erwarteten freien Cashflow von 21,5 Milliarden Dollar.
Die Konsensbewertung der Aktie lautet „Moderate Buy“, doch einige Analysten mahnen zur Vorsicht. Entscheidend bleibe, ob Verizon das neue Tarifmodell in nachhaltiges EBITDA-Wachstum übersetzen kann. Der Markt beobachtet genau, wie schnell die Vereinfachung Wirkung zeigt – und ob sie reicht, um im harten Wettbewerb zu bestehen.
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