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Symbolbild, KI-generiert

Verbio Aktie: Zweistelliger Kursrutsch!

Der Biokraftstoffhersteller Verbio verzeichnet einen deutlichen Kursrückgang, obwohl die Produktion steigt und die Jahresprognose angehoben wurde. Ein neues Gesetz und eine innovative Anlage bieten langfristige Perspektiven.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs fällt um über zehn Prozent auf 35,50 Euro
  • Produktion von Biodiesel und Bioethanol deutlich gestiegen
  • EBITDA-Prognose für 2026 auf bis zu 140 Mio. Euro erhöht
  • Neue Anlage für biobasierte Chemieprodukte in Bau

Die Verbio-Aktie beendete die Handelswoche mit einem herben Rückschlag. Am Freitag brach der Kurs um gut zehn Prozent auf 35,50 Euro ein. Trotz dieses Dämpfers beläuft sich das Jahresplus weiterhin auf knapp 60 Prozent. Im Hintergrund bereitet der Biokraftstoffhersteller derweil einen radikalen Wandel vor.

Funkstille vor den Zahlen

Das Management hat sich eine Nachrichtensperre verordnet. Bis zur Veröffentlichung der Quartalszahlen am 13. Mai 2026 gilt die sogenannte Quiet Period. Offizielle Updates zum operativen Geschäft bleiben in dieser Phase aus.

Das Fundament für das Zahlenwerk steht. Im ersten Halbjahr stieg die Produktion auf über 618.000 Tonnen Biodiesel und Bioethanol. Der Vorstand hob die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr auf 100 bis 140 Millionen Euro an.

Strengere Regeln stützen die Preise

Ein neues Gesetz in Deutschland sorgt für Rückenwind. Erneuerbare Kraftstoffe zählen nur noch zur Pflichtquote, wenn der Staat die Produktion vor Ort verifiziert hat. Das sperrt fragwürdige Importzertifikate aus dem Markt aus.

Die Folge: Die Marktpreise für CO₂-Quoten haben sich massiv erholt. Sie kletterten seit Ende 2024 von 80 Euro auf bis zu 300 Euro pro Tonne. Verbio verdient als Produzent an dieser Entwicklung direkt mit.

Millionen-Projekt in Bitterfeld

Viele Marktteilnehmer handeln die Aktie lediglich als Derivat auf den Ölpreis. Parallel dazu erschließt Verbio ein komplett neues Geschäftsfeld. In Bitterfeld entsteht die weltweit erste großtechnische Ethenolyse-Anlage auf Basis von Rapsmethylester.

Ab dem zweiten Halbjahr 2026 produziert das Werk biobasierte Moleküle für Waschmittel und Schmierstoffe. Das Investitionsvolumen liegt zwischen 80 und 100 Millionen Euro. Damit verringert das Unternehmen seine Abhängigkeit vom reinen Kraftstoffmarkt.

Kurzfristig bleibt die Marke von 35 Euro die entscheidende technische Unterstützung. Hält dieses Level nach dem jüngsten Kursrutsch nicht, drohen weitere Abgaben. Spätestens am 13. Mai muss der Vorstand mit dem Q3-Bericht beweisen, dass die angehobene Prognose hält.

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