Während der Ölpreis Verbios Aktienkurs weiterhin im Griff hält, baut das Unternehmen still an einem zweiten Standbein — eines, das mit dem fossilen Energiemarkt wenig zu tun hat. In Bitterfeld entsteht gerade die weltweit erste großtechnische Ethenolyse-Anlage auf Basis von Rapsmethylester.
Das Bitterfeld-Projekt im Detail
Ab 2026 sollen dort jährlich rund 60.000 Tonnen erneuerbare Moleküle für die chemische Industrie produziert werden. Verbio investiert zwischen 80 und 100 Millionen Euro in die Anlage. Die zugrunde liegende Technologie stammt von XiMo, einer hundertprozentigen Verbio-Tochter — deren Mitgründer Richard Schrock erhielt 2005 den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten zur Olefinmetathese.
Konkret plant Verbio die Vermarktung zweier Spezialchemikalien: Methyl-9-decenoat (9-DAME), das in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie als Rohstoff für Schmiermittel und Polymere eingesetzt wird, und 1-Decen, ein Grundstoff für Hochleistungsschmierstoffe in Motoren, Getrieben und Windkrafträdern. Gespräche mit potenziellen Abnehmern laufen bereits, die Nachfrage aus der Chemiebranche soll groß sein.
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Operative Basis bleibt solide
Das Kerngeschäft liefert unterdessen eine stabile Grundlage. Ende März hob Verbio seine EBITDA-Prognose auf 100 bis 140 Millionen Euro an. Rückenwind kommt auch von der Regulierung: Die CO₂-Einsparungspflicht für Kraftstoffverkäufer steigt 2026 auf 12,1 Prozent, ein Gesetzentwurf der Bundesregierung schließt zudem Palmöl vollständig aus und streicht die Doppelzählung bestimmter Biokraftstoffe — beides stärkt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Biokraftstoffen, wie Verbio sie produziert.
Der kurzfristige Gegenwind ist bekannt: Die Aktie verlor in den vergangenen sieben Handelstagen rund 14 Prozent, nachdem sinkende Ölpreise infolge einer Waffenruhe im Iran-Konflikt den Preisvorteil von Biokraftstoffen schmälerten. Gemessen am Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von rund 67 Prozent.
Am 13. Mai veröffentlicht Verbio die Quartalsmitteilung zum 31. März 2026. Bestätigen die Q3-Zahlen die angehobene Prognose, liefert das einen konkreten Beleg dafür, dass das operative Fundament auch in einem schwierigen Ölpreisumfeld trägt.
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