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Verbio Aktie: Neue Partnerschaften angekündigt!

Verbio baut die erste großindustrielle Anlage für biobasierte Spezialchemikalien, um die Ölpreisabhängigkeit zu brechen. Analysten bleiben trotz Kursanstieg skeptisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Weltpremiere für biobasierte Chemieproduktion
  • Investition von bis zu 100 Millionen Euro
  • EBITDA-Prognose auf 100-140 Mio. Euro angehoben
  • Analysten sehen Aktie als überbewertet

Verbio baut gerade an etwas, das es bisher nirgendwo auf der Welt gibt. In Bitterfeld entsteht die erste großtechnische Ethenolyse-Anlage überhaupt — ein Projekt, das das Unternehmen strukturell verändern könnte. Der Markt hat das bereits teilweise eingepreist: Seit Jahresbeginn legte die Aktie rund 61 Prozent zu, notiert aktuell bei 35,80 Euro.

Nobelpreis-Technologie trifft Industriechemie

Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll das Werk in Bitterfeld zwei biobasierte Spezialchemikalien in großem Maßstab produzieren: Methyl-9-decenoat (9-DAME) und 1-Decen. Ersteres findet Verwendung in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie als Rohstoff für Schmiermittel und Polymere. 1-Decen wiederum ist ein Grundstoff für Hochleistungsschmierstoffe in Motoren, Getrieben und Windkrafträdern.

Die geplante Nennkapazität liegt bei 32.000 Tonnen 9-DAME und 17.000 Tonnen 1-Decen jährlich — Ziel sind insgesamt 60.000 Tonnen erneuerbare Produkte für die Chemieindustrie. Das Investitionsvolumen: bis zu 100 Millionen Euro.

Weg aus der Ölpreis-Abhängigkeit

Die strategische Logik dahinter ist klar. Verbios Kurs schwankt traditionell stark mit dem Ölpreis — ein eigenes Chemiesegment würde diese Abhängigkeit strukturell aufbrechen. Gelingt der planmäßige Start, wäre Verbio weltweit der erste großindustrielle Hersteller dieser biobasierten Spezialchemikalien.

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Das Kerngeschäft liefert derweil solide Basis. Der Vorstand hob die EBITDA-Prognose auf 100 bis 140 Millionen Euro an, der Halbjahresumsatz lag bei 893,7 Millionen Euro. Rückenwind kommt auch regulatorisch: Die deutsche Treibhausgasminderungs-Quote steigt 2026 auf 12,1 Prozent, ein weiterer Gesetzentwurf schließt Palmöl aus und streicht Doppelzählungen bestimmter Biokraftstoffe — beides stärkt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten.

Analysten deutlich skeptischer als der Markt

Zwischen Kursniveau und Analysteneinschätzungen klafft eine auffällige Lücke. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel zwar auf 40,50 Euro an, liegt damit aber bereits unter dem aktuellen Kurs. Jefferies sieht den fairen Wert sogar nur bei 25,00 Euro. Der Marktkonsens liegt im Schnitt bei 32,75 Euro — also rund zehn Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Das dürfte spannend werden: Am 13. Mai veröffentlicht Verbio die Neunmonatszahlen. Dann muss das Management zeigen, dass das obere Ende der neuen EBITDA-Spanne erreichbar ist. Gelingt das, hätten die Investoren gegenüber den skeptischen Analysten recht behalten — und die Bitterfeld-Anlage wäre in den aktuellen Kursen noch nicht einmal enthalten.

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