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Symbolbild, KI-generiert

Verbio Aktie: Ethenolyseanlage in Bitterfeld ab H2 2026

Verbio präsentiert auf der Chemspec Europe neue Biokunststoffe auf Rapsölbasis. Die Aktie verliert trotz positiver Langfristbilanz deutlich an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie bricht um fast neun Prozent ein
  • Neue C10-Bausteine aus Rapsöl vorgestellt
  • Ethenolyseanlage in Bitterfeld im Bau
  • Quartalszahlen noch im Mai erwartet

Verbio baut sein Geschäft mit grünen Spezialchemikalien massiv aus. An der Börse dominiert am Mittwoch allerdings der Verkaufsdruck. Die Aktie verliert spürbar an Wert. Parallel stellt das Unternehmen auf der Messe Chemspec Europe neue Produkte vor.

Der Kurs knickt am Mittwoch um fast neun Prozent auf 37,04 Euro ein. Die extrem hohe Volatilität der Aktie sorgt immer wieder für scharfe Rücksetzer. Das Rekordhoch von Ende März rückt damit etwas in die Ferne.

Das trübt die langfristige Bilanz kaum. Seit Jahresanfang steht ein Gewinn von gut 66 Prozent auf der Kurstafel. Auf Jahressicht verbuchen Anleger sogar ein Plus von 258 Prozent.

Rapsöl statt Erdöl

Operativ treibt der Biokraftstoff-Hersteller die Abkehr von fossilen Rohstoffen voran. In Köln präsentiert Verbio aktuell neue C10-Bausteine und Plattformmoleküle. Diese basieren auf regional erzeugtem Rapsöl. Die Industrie nutzt solche Stoffe für Schmierstoffe, Kunststoffe, Beschichtungen und Klebstoffe. Das Ziel: Europa soll unabhängiger von globalen Lieferketten werden. Lokale Wertschöpfung stärkt die Versorgungssicherheit.

Neue Anlage in Bitterfeld

Das Herzstück dieser Strategie entsteht derzeit in Sachsen-Anhalt. Verbio baut am Standort Bitterfeld eine industrielle Ethenolyseanlage. Sie nutzt eine spezielle Technologie zur Herstellung erneuerbarer Chemikalien. Als Basis dient Rapsmethylester. Die Inbetriebnahme plant das Management für die zweite Jahreshälfte 2026.

Bei voller Auslastung liefert die Fabrik jährlich bis zu 60.000 Tonnen bio-basierte Moleküle. Die dafür nötigen Katalysatoren stammen aus eigener Produktion. Die ungarische Tochtergesellschaft XiMo entwickelt und fertigt diese Spezialbausteine. Damit deckt der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette ab.

Der Fokus verschiebt sich nun auf die kommenden Finanzdaten. Noch im Mai veröffentlicht Verbio die Zahlen für das dritte Quartal. Dieser Bericht liefert konkrete Einblicke in die aktuelle Ertragskraft. Starke Margen könnten den jüngsten Kursrückgang schnell relativieren.

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