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Veolia Aktie: RBC hebt Kursziel auf 41,50 Euro

RBC sieht Veolia dank GreenUp-Strategie bei 41,50 Euro. Parallel verklagt der Konzern neun Firmen wegen PFAS-Kontamination in Delaware.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • RBC erhöht Kursziel auf 41,50 Euro
  • Klage gegen neun PFAS-Verursacher eingereicht
  • Wassersystem-Vertrag in Milwaukee gefährdet
  • Aktie seit Jahresbeginn um 16 Prozent gestiegen

Der französische Umweltdienstleister Veolia rückt zur Wochenmitte in den Fokus der Anleger. Während strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre und positive Analystenkommentare die Aktie stützen, sieht sich das Unternehmen mit juristischen Auseinandersetzungen und Wettbewerbsdruck auf dem US-Markt konfrontiert. Das Papier notiert am heutigen Mittwoch bei 34,21 € und verzeichnet damit ein Plus von 0,8 %.

RBC sieht deutliches Aufwärtspotenzial

Die Analysten von RBC haben ihre positive Einschätzung für Veolia bekräftigt und das Kursziel von 40,50 € auf 41,50 € angehoben. Die Einstufung verbleibt auf „Outperform“.

Als Begründung führen die Experten das strategische Programm „GreenUp“ für den Zeitraum 2024 bis 2027 an. Dieses sieht vor, den Beitrag strategischer Wachstumsfelder wie gefährliche Abfälle, Energiedienstleistungen und Wassertechnologien zum EBITDA bis zum Jahr 2028 von derzeit 21 % auf 28 % zu steigern.

Zudem plant der Konzern eine signifikante Portfoliorotation: Bis 2028 sollen Vermögenswerte im Wert von rund 2 Milliarden Euro veräußert werden, um die Kapitalallokation zu optimieren. Mit einem Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis (PEG) von 1,5 liegt Veolia laut RBC unter dem Branchenmedian von 1,9, was die aktuelle Bewertung attraktiv erscheinen lässt.

Im Gegensatz dazu nahmen andere Häuser Anpassungen nach unten vor: Die Analysten von BNP Paribas senkten ihr Kursziel am gestrigen Dienstag leicht auf 36,50 €.

Juristische Schritte gegen Umweltbelastungen in den USA

Abseits der Börsenbewertung setzt sich Veolia in den USA juristisch zur Wehr. Das Unternehmen hat am Montag eine Klage gegen neun Firmen wegen der Kontamination mit PFAS-Chemikalien („Ewige Chemikalien“) im Bundesstaat Delaware eingereicht.

Betroffen sind rund 100.000 Einwohner in New Castle County. An der Aufbereitungsanlage in Stanton wurden PFAS-Werte von 29 ppt gemessen, was den Grenzwert der US-Umweltbehörde EPA von 4 ppt deutlich übersteigt.

Um die Grenzwerte künftig einzuhalten, investiert Veolia rund 35 Millionen US-Dollar in neue Filtersysteme. Mit der Schadensersatzklage will der Konzern sicherstellen, dass die Kosten für diese Reinigung nicht auf die Kunden abgewälzt werden müssen.

Parallel dazu gibt es Herausforderungen im operativen US-Geschäft: Ein Ausschuss in Milwaukee empfahl am Dienstag, einen Zehnjahresvertrag für den Betrieb des dortigen Wassersystems ab 2028 an den Konkurrenten Jacobs Solutions zu vergeben. Veolia hält diesen Vertrag bereits seit 2008, doch das Gebot des Wettbewerbers lag preislich rund 54 Millionen US-Dollar niedriger.

Performance im Branchenvergleich

Trotz des Wettbewerbsdrucks in einzelnen Regionen zeigt sich die Aktie im laufenden Jahr robust. Seit Jahresbeginn konnte der Wert um 16 % zulegen und übertrifft damit die Entwicklung des französischen Leitindex CAC 40 deutlich. Dennoch besteht charttechnischer Spielraum nach oben: Der Titel notiert aktuell etwa 9,9 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 20. Juli 2026 bei 37,99 € markiert wurde.

In Krisengebieten zeigt das Unternehmen zudem operative Präsenz. Nach dem Erdbeben in Kolumbien am 10. August mobilisierte Veolia über 1.000 Mitarbeiter, um die essenzielle Infrastruktur in den Regionen Valle del Cauca und Manizales aufrechtzuerhalten. Dabei wurden bereits mehrere tausend Tonnen Bauschutt und Hausmüll beseitigt, um die sanitäre Versorgung der betroffenen Bevölkerung sicherzustellen.

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Diskussion zu Veolia

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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