Venus Concept verabschiedet sich endgültig vom öffentlichen Parkett. Nach dem Zusammenschluss mit Madryn Asset Management ist die Privatisierung des Medizintechnik-Spezialisten nun offiziell abgeschlossen. Für die verbliebenen Aktionäre bedeutet dieser Schritt das Ende ihrer Beteiligung gegen eine festgelegte Barabfindung.
Rückzug von der Nasdaq
Die Übernahme durch Madryn Asset Management wurde zum 30. März 2026 vollzogen. Alle ausstehenden Stammaktien, die sich noch nicht im Besitz von Madryn befanden, wurden in einen Anspruch auf 0,04 USD je Aktie in bar umgewandelt. Das Unternehmen begründete den freiwilligen Rückzug von der Nasdaq vor allem mit den hohen Kosten für die Einhaltung regulatorischer Vorschriften und dem zuletzt enttäuschenden Handelsvolumen.
Am heutigen Donnerstag reagierte der Kurs mit einem deutlichen Rücksetzer von über 33 % auf 0,27 USD und markierte damit ein neues Jahrestief. Die Marktreaktion unterstreicht die finale Konsolidierung im Rahmen des Delistings.
Madryn übernimmt die volle Kontrolle
Bereits im Vorfeld der Fusion hatte Madryn seinen Einfluss massiv ausgeweitet. Durch die Ausgabe von 37,5 Millionen neuen Aktien flossen Venus Concept rund 1,5 Millionen USD an frischem Kapital zu. Gleichzeitig kaufte Madryn die Positionen anderer großer Anteilseigner wie EW Healthcare Partners und HealthQuest Partners auf. Damit sicherte sich der Investor die vollständige Kontrolle über alle Aktiengattungen und wandelbare Schuldtitel.
Fokus auf Innovation statt Quartalszahlen
Im Zuge der Privatisierung wurde die Kapitalstruktur durch einen Aktiensplit im Verhältnis 1.000 zu 1 grundlegend gestrafft. Das Management sieht in der neuen Struktur die Chance, Ressourcen gezielter für die Produktentwicklung und die Vermarktung medizinisch-ästhetischer Technologien einzusetzen.
Ohne den Druck der öffentlichen Quartalsberichterstattung will Venus Concept eine langfristige strategische Perspektive einnehmen. Das operative Geschäft in mehr als 60 Ländern bleibt bestehen, wird nun jedoch unter der alleinigen Führung von Madryn Asset Management weiterentwickelt.
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