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Symbolbild, KI-generiert

VDMA senkt Prognose: Vierter Produktionsrückgang in Folge

Der VDMA rechnet 2026 mit zwei Prozent weniger Produktion. Für 2027 stellt der Verband ein Wachstum von drei Prozent in Aussicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktion sinkt im siebten Monatstrend
  • Aufträge legen um fünf Prozent zu
  • Auslandsgeschäft wächst deutlich stärker
  • Binnenmarkt bleibt bei Investitionen zurückhaltend

Deutschlands Maschinenbauer müssen das vierte Schrumpfungsjahr in Folge verkraften. Der Branchenverband VDMA senkt seine Produktionsprognose für das laufende Jahr von Stagnation auf ein reales Minus von zwei Prozent. Eine spürbare Erholung zeichnet sich erst für das Folgejahr ab, für das wieder ein Produktionsplus von drei Prozent erwartet wird.

Ausschlaggebend für die Abwärtsrevision ist der schwache Jahresauftakt. In den ersten sieben Monaten lag die Produktion real um 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Viele Betriebe arbeiten derzeit mit spürbarem Leerlauf, die technischen Kapazitäten bleiben deutlich unterausgelastet.

Parallel dazu senden einzelne Frühindikatoren erste Signale für eine Besserung. Die preisbereinigten Auftragseingänge stiegen im Siebenmonatszeitraum um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den stärksten Schub brachten die Bestellungen aus Nicht-Euro-Ländern mit einem Zuwachs von 14 Prozent.

Auslandsnachfrage stützt, Binnenmarkt bremst

Dieser Nachfragezuwachs aus Übersee reicht jedoch nicht aus, um das schwache erste Halbjahr auszugleichen. Während internationale Kunden wieder vermehrt Order platzieren, hinkt das Inlandsgeschäft hinterher. Im deutschen Heimatmarkt zögern viele Unternehmen mit neuen Investitionen, sodass die Impulse in der Breite der Industrie noch nicht greifen.

Hinzu kommen anhaltende Belastungen im Außenhandel. Geopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und ein zäher chinesischer Markt dämpfen das Geschäftstempo der exportorientierten Industrie. Die erwartete Erholung im kommenden Jahr baut darauf auf, dass sich die weltweite Konjunktur stabil hält und staatliche Fördergelder zusätzliche Ausrüstungsinvestitionen auslösen.

Für einen dauerhaften Aufschwung ab 2027 verweist der Verband auf klare Bedingungen am Standort. Eine nachhaltige Erholung gelingt demnach nur, wenn verlässliche Rahmenbedingungen wieder privates Kapital mobilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie gestärkt wird.

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.