Volle Auftragsbücher treffen auf leere Lieferwege. Während die VAT Group von der KI-Nachfrage überrollt wird, bremsen blockierte Schiffsrouten im Nahen Osten das operative Geschäft aus. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs erreichte die Aktie am Freitag mit 639,60 Euro ein neues Rekordhoch.
Der KI-Hebel greift
Die Nachfrage nach Vakuumsystemen für die Chip-Produktion erreicht neue Dimensionen. Im ersten Quartal 2026 sammelte der Schweizer Konzern Aufträge im Wert von 356 Millionen Franken ein. Das entspricht einem Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders der Halbleiter-Sektor treibt das Geschäft. Hersteller rüsten ihre Kapazitäten für Hochleistungs-Logikchips und Speicherlösungen massiv auf. Ohne die spezialisierten Ventile der VAT Group ist die Produktion moderner KI-Prozessoren kaum denkbar.
Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, die Book-to-Bill-Quote, kletterte auf einen Wert von 1,6. Damit signalisiert das Unternehmen eine enorme Wachstumsdynamik für das restliche Jahr. Der Auftragsbestand schwoll parallel dazu auf 431 Millionen Franken an.
Logistik-Stau im Nahen Osten
Dennoch hinterlassen geopolitische Spannungen Spuren in der Bilanz. Der Nettoumsatz sank im ersten Quartal um 20 Prozent auf 221 Millionen Franken. Ursprünglich hatte das Management mit bis zu 260 Millionen Franken gerechnet.
Umleitungen bei Transportwegen blockierten Komponenten im Wert von rund 25 Millionen Franken. Diese Verzögerungen sind jedoch temporär. Das Management hat die betroffenen Lieferungen bereits für das laufende zweite Quartal eingeplant.
Optimismus für das Gesamtjahr
Die strukturellen Trends bleiben intakt. Da VAT Group bei Highend-Anwendungen Marktanteile von über 90 Prozent hält, profitiert der Konzern direkt vom globalen Chip-Ausbau. Die Prognose für 2026 bleibt daher unangetastet.
Für das zweite Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 265 und 295 Millionen Franken an. S&P Global Ratings hob den Ausblick für das Kreditrating bereits auf „positiv“ an. Die Analysten erwarten eine Margenverbesserung auf bis zu 33 Prozent.
Ende April folgt die ordentliche Hauptversammlung, in deren Rahmen die Aktionäre über die vorgeschlagene Dividende entscheiden. Das Management muss nun beweisen, dass es den rekordverdächtigen Auftragsstau effizient abarbeiten kann.
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