Die Aktie des Cybersicherheitsunternehmens Varonis hat im Herbst 2025 fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Auslöser war eine enttäuschende Geschäftsentwicklung bei der Umstellung auf ein Abo-Modell. Nun folgt die juristische Konsequenz: Mehrere Anwaltskanzleien haben Sammelklagen gegen das Unternehmen eingereicht.
Die Vorwürfe im Detail
Die Klagen werfen Varonis vor, Anleger in die Irre geführt zu haben. Konkret geht es um die Aussagen des Managements zum Übergang vom klassischen Lizenzgeschäft zu einem Software-as-a-Service-Modell (SaaS). Die Kläger behaupten, das Unternehmen habe bis Oktober 2025 öffentlich Zuversicht bezüglich dieser strategischen Wende und des Wachstums der jährlich wiederkehrenden Einnahmen (ARR) verbreitet. Diese Optimismus sei jedoch nicht durch die interne Realität gedeckt gewesen.
Der Wendepunkt kam mit den Quartalszahlen vom 28. Oktober 2025. Varonis musste damals schwächere als erwartete Vertragsverlängerungen und Kundenumstellungen einräumen, insbesondere im Geschäft mit Behörden und anderen On-Premise-Kunden. In der Folge senkte die Führung die Jahresprognose für das ARR-Wachstum erheblich – eine Kehrtwende, die den vorherigen Aussagen diametral widersprach.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Varonis?
Der Markt reagiert mit einem Absturz
Die Reaktion der Börse ließ nicht lange auf sich warten und war verheerend. Am Tag nach der Veröffentlichung, dem 29. Oktober 2025, brach der Aktienkurs von Varonis um etwa 48 Prozent ein. Dieser massive Wertverlust von rund 3,8 Milliarden US-Dollar an einem einzigen Tag bildet die Grundlage für die aktuellen Rechtsstreitigkeiten. Die Kläger sehen darin einen Beweis dafür, dass die früheren positiven Darstellungen irreführend waren.
Neben der Gewinnwarnung kündigte Varonis im Zuge der Neuausrichtung auch das Aus für seine selbst gehostete Lösung und einen Abbau von fünf Prozent der Belegschaft an.
Ausblick: Frist im März entscheidend
Für betroffene Anleger, die sich der Sammelklage anschließen möchten, läuft die Zeit. Sie haben bis zum 9. März 2026 Zeit, um beim zuständigen Gericht als Hauptkläger benannt zu werden. Parallel zu den juristischen Auseinandersetzungen steht Varonis vor der operativen Herausforderung, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Die kommenden Quartalsberichte und insbesondere die Entwicklung der jährlich wiederkehrenden Einnahmen werden genau beobachtet werden, um zu sehen, ob das Unternehmen seinen Wachstumskurs wiederfinden kann.
Varonis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Varonis-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Varonis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Varonis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Varonis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
