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Symbolbild, KI-generiert

Vanguard FTSE All-World: TER auf 0,14 Prozent gesenkt

Der Vanguard FTSE All-World ETF verzeichnet 2026 Milliarden-Zuflüsse und senkt die Gebühren erneut. Anleger profitieren von reduzierten Kosten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardenschwere Nettozuflüsse im Jahr 2026
  • Gebührensenkung auf 0,14 Prozent
  • Portfolio mit über 3.700 Einzeltiteln
  • Kurs nahe 52-Wochen-Hoch

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF verzeichnet in diesem Jahr Nettozuflüsse von mehr als 16 Milliarden US-Dollar. Damit ist der Fonds nach Angaben von Vanguard der am schnellsten wachsende global anlegende ETF für europäische Investoren und zugleich der größte seiner Art auf dem Kontinent. Das verwaltete Vermögen liegt inzwischen zwischen 75 und 77 Milliarden US-Dollar.

Diese Dynamik fällt in eine Phase, in der Vanguard die laufenden Kosten des Produkts kontinuierlich gesenkt hat. Zum 28. Juli reduzierte der Anbieter die jährliche Gesamtkostenquote von 0,19 auf 0,14 Prozent, ein Rückgang von mehr als einem Viertel.

Für die währungsgesicherte Anteilsklasse sank die Quote im selben Zug von 0,22 auf 0,17 Prozent. Der Aktienkurs hat sich seither leicht abgeschwächt, notiert im Wochenvergleich mit -2,4 Prozent im Minus.

Zweite Gebührensenkung binnen eines Jahres

Bereits im Oktober 2025 hatte Vanguard die Kostenquote von 0,22 auf 0,19 Prozent gesenkt. Zusammengerechnet ergibt sich damit innerhalb von zwölf Monaten eine Reduktion von rund 36 Prozent. Vanguard beziffert die daraus resultierenden jährlichen Einsparungen für Anleger auf 37 Millionen US-Dollar allein durch den jüngsten Schritt.

Über beide Anpassungen der vergangenen 24 Monate hinweg summieren sich die Ersparnisse laut Unternehmensangaben auf mehr als 80 Millionen US-Dollar. Die gewichtete durchschnittliche Kostenquote über das gesamte europäische Aktien- und Anleihe-ETF-Sortiment von Vanguard sinkt dadurch auf 0,11 Prozent pro Jahr.

Für Anleger, die den Fonds über lange Zeiträume halten, wirken sich solche Kostensenkungen unmittelbar auf die Nettorendite aus. Gerade bei breit gestreuten, passiv verwalteten Produkten wie diesem gilt die Kostenquote als einer der wenigen Hebel, die ein Anbieter dauerhaft beeinflussen kann – Wettbewerb um Marktanteile schlägt sich damit direkt in niedrigeren Gebühren nieder.

Struktur des Portfolios bleibt breit gestreut

Zum 30. Juni hielt der Fonds 3.763 Einzeltitel, gegenüber 4.256 im zugrunde liegenden Index. Die zehn größten Positionen machen zusammen rund 25,6 Prozent des Nettovermögens aus. Angeführt wird die Liste von Nvidia mit einem Anteil von 4,7 Prozent, gefolgt von Apple mit 4,3 Prozent und Alphabet mit 3,8 Prozent. Weitere Schwergewichte sind Microsoft, Amazon, Broadcom sowie Taiwan Semiconductor.

Der Kurs schloss am Mittwoch bei 166,14 Euro und liegt damit rund 2,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 170,24 Euro, das der Fonds Mitte August markiert hatte. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 14 Prozent zu Buche.

Die Kombination aus sinkenden Kosten, hohen Zuflüssen und einer breiten Diversifikation über tausende Einzeltitel bleibt damit das zentrale Argument, das den Fonds von vergleichbaren Angeboten abhebt – auch wenn kurzfristige Kursschwankungen wie zuletzt die Rekordmarke vorübergehend außer Reichweite rücken lassen.

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