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Symbolbild, KI-generiert

Vanguard FTSE All-World: Microsoft verliert 3,0 Prozent

Der Vanguard All-World ETF verliert 0,9 Prozent auf 167 Euro. Steigende Anleiherenditen, schwache Tech-Werte und Nahost-Spannungen belasten den breit gestreuten Fonds.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF verliert 0,9 Prozent
  • Tech-Ausverkauf drückt auf Index
  • Anleiherenditen erreichen Mehrjahrzehnte-Hoch
  • Fonds bleibt 15 Prozent im Plus

Steigende Anleiherenditen, ein wackelnder Nasdaq und neue Spannungen im Nahen Osten – der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation musste am Dienstag gleich mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig verkraften. Der breit gestreute Fonds schloss bei 167,00 Euro, ein Minus von 0,9 Prozent.

Tech-Riesen ziehen den Index nach unten

Der Nasdaq Composite fiel um 1,3 Prozent und riss damit auch den FTSE All-World Index mit nach unten, den der Vanguard-ETF nachbildet. Microsoft verlor 3,0 Prozent, Meta Platforms sogar 3,5 Prozent. Beide Werte gehören zu den größten Positionen im Fonds und wirkten entsprechend stark auf die Gesamtperformance.

Bei KI-Aktien macht sich zunehmend Vorsicht breit. Analysten sehen bei einigen Halbleiterwerten Bewertungen, die schneller gestiegen sind als die zugrunde liegenden Wachstumserwartungen. Nvidia, Broadcom und Micron Technology zählten am Dienstag zu den größten Verlierern im Technologiesektor.

Der kurzfristige Rückschlag relativiert sich allerdings im Jahresvergleich. Seit Jahresanfang steht der ETF weiterhin mit 15 Prozent im Plus.

Anleihemarkt und Nahost-Risiko setzen zusätzlich unter Druck

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte zuletzt über 5,30 Prozent – ein neues Mehrjahrzehnte-Hoch. Solche Niveaus belasten historisch besonders wachstumsstarke Unternehmen mit langer Duration, weil künftige Gewinne stärker abgezinst werden. Die Bewegung folgt auf eine steilere US-Zinskurve, getrieben von Sorgen um anhaltend hohe globale Inflation.

Auch geopolitisch zieht Unsicherheit auf. Am Montag, den 17. August, lief eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran aus. Das schürt Zweifel an der Energieversorgung im Nahen Osten. Die Ölsorte Brent notiert inzwischen über 91 US-Dollar je Barrel – ein Niveau, das die Inflationssorgen zusätzlich befeuern könnte.

Konsolidierung nach starkem Lauf

Der Fonds notiert derzeit 1,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 170,24 Euro, das er erst am 13. August erreicht hatte. Zum 52-Wochen-Tief bei 134,22 Euro aus dem September 2025 besteht dagegen ein Abstand von 24 Prozent – ein Beleg für die kräftige Erholung der vergangenen zwölf Monate.

Mit einem RSI von 51,9 bewegt sich der ETF derzeit in neutralem Terrain, weder überkauft noch überverkauft. Das deutet eher auf eine Verschnaufpause nach starkem Lauf hin als auf eine grundlegende Trendwende.

Im Fokus der Investoren steht nun das Protokoll der jüngsten FOMC-Sitzung. Daraus dürften sich weitere Hinweise zur Zinspolitik der US-Notenbank ergeben – ein Faktor, der angesichts der bereits hohen Anleiherenditen unmittelbaren Einfluss auf die Bewertung wachstumsstarker Technologiewerte im Index haben dürfte.

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