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Symbolbild, KI-generiert

Vanguard FTSE All-World ETF: Meistgekauft in Europa, 535 Mio Euro

In der Woche bis zum 16. Oktober sammelte der Vanguard-ETF 535,2 Millionen Euro ein und war Europas meistgekaufter Fonds.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 535,2 Millionen Euro Wochenzuflüsse
  • Vorwoche mit 801,4 Millionen Euro
  • Ölpreis steigt auf über 116 Dollar
  • ETF seit Jahresbeginn 16 Prozent im Plus

Der Ausverkauf an den globalen Börsen hat sich am Freitag fortgesetzt, doch Anleger im Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD Accumulation zeigen sich davon bislang unbeeindruckt. Während die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Juni 2022 kletterten, flossen dem thesaurierenden ETF in der ersten Oktoberhälfte mehrere Hundert Millionen Euro zu.

Geopolitik treibt Ölpreis und drückt Aktienmärkte

Der Krieg um den Iran und die damit verbundene Unsicherheit über die künftige Energieversorgung haben die Märkte in dieser Woche in Atem gehalten. Die Brent-Rohölsorte verteuerte sich am Freitag um 3,1 Prozent auf über 116 Dollar je Barrel, nachdem sie bereits am Vortag um 4 Prozent gestiegen war. Europäische Börsen schlossen überwiegend schwächer.

Verschärft wurde die Lage durch einen Ausverkauf bei Technologie- und KI-Werten: Nvidia verlor 4,4 Prozent. Hinzu kommen Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen – die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen erreichte am Donnerstag mit 5,07 Prozent den höchsten Stand seit 24 Jahren, was laut Axios einen breiteren Risiko-Rückzug an den Märkten befeuerte. Erst am Montag hatten starke Unternehmensgewinne und ein Rückgang des Ölpreises auf 108,79 Dollar den Märkten noch Erleichterung verschafft.

ETF trotzt der Marktturbulenz bei Zuflüssen

Trotz dieser Gemengelage bleibt der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF bei Anlegern gefragt. Für die Woche vom 12. bis 16. Oktober verzeichnete die thesaurierende Anteilsklasse nach Daten von Trackinsight, die von ETF Express veröffentlicht wurden, Nettozuflüsse von 535,2 Millionen Euro – damit war er der meistgekaufte börsengehandelte Fonds der Woche in Europa. In der Vorwoche, vom 5. bis 9. Oktober, waren es sogar 801,4 Millionen Euro gewesen.

Diese anhaltend hohen Zuflüsse fallen in eine Phase, in der der Ölpreis-Schock und die Sorgen um Technologiewerte die globalen Aktienmärkte belasten. Für Anleger, die auf einen breit gestreuten Weltmarkt-ETF setzen, scheint die kurzfristige Volatilität kein Grund zu sein, ihre Sparpläne auszusetzen – im Gegenteil, die Zuflusszahlen deuten auf antizyklisches Kaufverhalten hin.

Kursbild spiegelt die jüngste Unruhe

Der ETF schloss am Freitag bei 168,88 Euro, ein Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Rückgang von 0,6 Prozent zu Buche. Damit notiert der Fonds 2,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 174,00 Euro, das er am 7. Oktober erreicht hatte.

Der Blick auf die längere Frist relativiert die jüngste Schwäche jedoch deutlich: Seit Jahresbeginn liegt der ETF mit 16 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht sogar mit 18 Prozent. Vom 52-Wochen-Tief bei 139,22 Euro, das am 21. November 2025 markiert wurde, hat sich der Kurs um 21 Prozent erholt. Angesichts dieser Entwicklung dürfte die aktuelle Konsolidierung für viele Sparplan-Anleger eher eine Randnotiz als ein Grund zur Sorge sein.

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