Eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und Iran sorgt an den globalen Finanzmärkten für tiefes Durchatmen. Nach wochenlangen geopolitischen Spannungen und massiven Sorgen um die Ölversorgung aus der Golfregion kehrt die Risikobereitschaft der Anleger schlagartig zurück. Von dieser plötzlichen Deeskalation profitiert kaum ein Anlageinstrument so direkt wie breit gestreute Welt-Portfolios.
Ölpreis fällt, Aktienmärkte atmen auf
Seit Ende Februar befanden sich die Börsen im Rückwärtsgang. Die faktische Schließung der Straße von Hormuz – einem Nadelöhr für fast ein Fünftel des weltweiten Ölhandels – hatte zuvor massive Inflations- und Rezessionsängste geschürt. Weltweite Aktienindizes verbuchten infolgedessen das schlechteste Quartal seit fast vier Jahren.
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend, die Angriffe für zwei Wochen auszusetzen, löste nun eine heftige Gegenbewegung aus. Der Preis für US-Rohöl der Sorte WTI brach in der Spitze um 19 Prozent ein. Dieser Preisrutsch dämpfte die Sorgen vor explodierenden Transportkosten und einer neuen Inflationswelle sofort.
Als Abbild von rund 4.200 Unternehmen aus 48 Ländern fängt der Vanguard FTSE All-World ETF diese globale Erleichterung in voller Breite ein. Der Fonds legte heute um 2,35 Prozent auf 148,22 Euro zu. Besonders asiatische Schwellenländer, die stark von Energieimporten abhängig sind, verzeichneten massive Zuflüsse. Technologie-Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix sprangen um über sieben beziehungsweise neun Prozent nach oben. Auch in Europa reagierten die Handelsplätze euphorisch: Der DAX verbuchte ein Plus von 4,8 Prozent, während der pan-europäische Stoxx 600 fast vier Prozent gewann.
Trügerische Sicherheit
Marktbeobachter warnen allerdings vor voreiliger Euphorie. Billy Leung, Investmentstratege bei Global X ETFs, ordnet die aktuelle Bewegung lediglich als Positionsanpassung in einem weiterhin fragilen makroökonomischen Umfeld ein. Dass Anleger ihre Absicherungen in Gold und US-Staatsanleihen noch nicht vollständig auflösen, unterstreicht diese Skepsis.
Die vereinbarte Waffenruhe ist noch weit von einem dauerhaften Friedensabkommen entfernt. Irans Zehn-Punkte-Plan fordert unter anderem den Abzug der US-Kampftruppen aus der Region sowie die Aufhebung von Sanktionen. Diese Bedingungen dürften in den kommenden Tagen für erhebliche diplomatische Hürden sorgen.
Die nächsten vierzehn Tage definieren den kurzfristigen Spielraum für globale Aktien. Gelingt innerhalb dieser Frist keine Annäherung auf Basis der iranischen Verhandlungsvorschläge, droht eine rasche Rückkehr der Risikoaufschläge bei Energiepreisen und Transportkosten. Bis zum Ablauf des Ultimatums bleibt die Markterholung stark nachrichtengetrieben.
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