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Symbolbild, KI-generiert

VanEck Semiconductor ETF: Intel-Zahlen am Donnerstagabend im Fokus

Samsung und SK hynix melden starke Quartalsergebnisse, während Intel und Amazon ihre US-Berichte nach Börsenschluss vorlegen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF seit Jahresbeginn 76 Prozent höher
  • Samsung meldet 107,4 Billionen Won Betriebsgewinn
  • SK hynix erzielt 80 Prozent operative Marge
  • Intel-Bericht steht nach US-Börsenschluss an

Während die großen Speicherproduzenten in Asien Rekordgewinne vermelden, blickt der Markt gespannt auf die anstehenden Quartalszahlen der US-Schwergewichte. Der VanEck Semiconductor UCITS ETF profitierte am gestrigen Mittwoch von einer Erholung im Sektor und beendete den Handel bei 94,00 €.

Trotz einer volatilen Phase im Oktober verzeichnet der ETF seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 76 % und spiegelt damit die anhaltend hohe Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz (KI) wider.

Speicher-Boom treibt Gewinne auf Rekordniveau

Die asiatischen Zulieferer des Sektors meldeten außergewöhnliche Geschäftszahlen. Samsung Electronics gab am heutigen Donnerstag einen operativen Rekordgewinn für das dritte Quartal von 107,4 Billionen Won bekannt — eine Steigerung von mehr als 780 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Erstmals in der Geschichte eines Technologieunternehmens lag der Quartalsbetriebsgewinn damit über der Marke von 100 Billionen Won. Das Unternehmen verwies darauf, dass der Absatz von High Bandwidth Memory (HBM), insbesondere der Generation HBM4, im Vergleich zum Vorquartal massiv gestiegen sei. Die gesamte Liefermenge für 2027 gilt laut Samsung bereits als ausverkauft.

Bereits am gestrigen Mittwoch hatte der Wettbewerber SK hynix Rekordzahlen präsentiert. Mit einem operativen Gewinn von 83,3 Billionen Won und einer operativen Marge von 80 % übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich.

Die Nachfrage nach KI-Speicherlösungen wird laut SK hynix das Angebot bis zum Jahr 2030 übersteigen. Diese Entwicklungen stützten auch andere Branchengrößen wie Micron und führten zu einer positiven Stimmung unter den Herstellern von Halbleiterausrüstungen, da die Investitionsbereitschaft im Sektor hoch bleibt.

US-Markt zwischen Alphabet-Sorgen und Intel-Hoffnung

Am US-Markt zeigte sich das Bild zuletzt differenzierter. Während die Rekordzahlen aus Asien stützten, sorgten die Investitionsdaten von Alphabet für Verunsicherung. Alphabet meldete Investitionsausgaben in Höhe von 51,36 Milliarden US-Dollar, was Bedenken hinsichtlich der Rentabilität der hohen KI-Infrastrukturkosten auslöste und Chipwerte wie AMD und Broadcom zeitweise belastete.

Dennoch bleiben Analysten optimistisch. Die Experten von Rosenblatt sehen AMD als Favoriten und verweisen auf das prognostizierte Umsatzwachstum für das Jahr 2027. Das Analysehaus Bernstein hob zudem seine Prognosen für Intel leicht an, blickt jedoch vorsichtig auf das vierte Quartal.

Im Fokus steht am heutigen Donnerstagabend nach US-Börsenschluss der Quartalsbericht von Intel. Analysten erwarten einen Umsatz zwischen 16,44 und 16,49 Milliarden US-Dollar. Für Anleger des ETF sind dabei besonders die Fortschritte im Foundry-Geschäft und die Nachfrage nach Serverchips von Bedeutung.

Parallel dazu veröffentlicht Amazon seine Zahlen; Investoren achten hier vor allem auf das Wachstum der Cloud-Sparte AWS, deren Kapazitäten für 2026 und 2027 laut Unternehmensangaben bereits weitgehend ausgebucht sind.

Strategische Expansion und historische Kaufgelegenheiten

Der VanEck Semiconductor UCITS ETF, der ein Vermögen von über 8 Milliarden US-Dollar verwaltet, notiert derzeit etwa -15 % unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Juni. Historische Rückblicke auf die Preisentwicklung des Sektors zeigen, dass ein Rücksetzer in dieser Größenordnung seit dem Jahr 2012 in sieben von acht Fällen innerhalb eines Jahres zu Gewinnen führte, wobei die Medianrendite bei rund 29 % lag.

Ergänzend zu dem bestehenden breiten Halbleiter-Portfolio hat VanEck sein Angebot erweitert und den ersten UCITS-ETF mit Fokus auf die chinesische Halbleiterindustrie gelistet. Dies geschieht vor dem Hintergrund massiver staatlicher Förderungen in China, das im vergangenen Jahr mehr als jedes andere Land in Fertigungsanlagen investierte. Damit reagiert der Anbieter auf die zunehmende Lokalisierung der Chip-Produktion infolge globaler Handelsbeschränkungen.

Für den breiter aufgestellten ETF bleibt derweil die Dynamik bei den Speicherchips und die heute Abend erwarteten US-Berichte der entscheidende Taktgeber.

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Diskussion zu VanEck Semiconductor UCITS ETF

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