China dreht bei kritischen Rohstoffen weiter an der Schraube. Nach Wolfram und strategischen Mineralien trifft es nun Helium — mit direkten Folgen für den globalen Rare-Earth-Sektor. Der VanEck Seltene Erden ETF zeigt, wie nervös der Markt auf jede neue Restriktion reagiert.
Am Freitag schloss der Fonds bei 13,78 Euro, ein Plus von 0,57 Prozent. Das täuscht über die eigentliche Entwicklung hinweg. Auf Wochensicht steht ein Minus von 6,86 Prozent zu Buche, über 30 Tage sind es 5,10 Prozent Verlust.
Peking weitet Exportkontrollen auf strategische Gase aus
Am 10. Juli 2026 verhängten Chinas Handelsministerium und die Zollbehörde ein zeitweiliges Verbot für Heliumexporte. Die Begründung: Peking will die heimische Versorgung für Halbleiterfertigung und Medizintechnik sichern. Analysten sehen darin einen möglichen Auslöser für einen Repricing-Zyklus bei Helium — ähnlich dem, was Seltene Erden und Elektronikgase bereits durchlaufen haben.
Der Schritt reiht sich in eine längere Kette von Maßnahmen ein. Im Januar 2026 hatte China bereits die Exportkontrollen für Wolfram verschärft, im Mai folgten Förderobergrenzen für strategische Mineralien. Die japanischen Hersteller Kanto Denka und Central Glass warnten bereits vor Lagerengpässen bis zur Jahresmitte 2026. Der Preis für Wolframhexafluorid (WF6) sprang im gleichen Zeitraum von rund 68,75 Dollar pro Kilogramm im Januar auf fast 150 Dollar im April.
Westliche Antwort: eigene Verarbeitungskapazitäten
Während China seinen Griff festigt, beschleunigen nordamerikanische Initiativen die Abkopplung von chinesischen Lieferketten. REalloys (ALOY) hat kürzlich eine Eigenkapitalrunde über 100 Millionen Dollar abgeschlossen, angeführt von Blackstone und Citadel. Das Kapital fließt in eine Anlage zur Trennung schwerer Seltener Erden am Tooele Army Depot in Utah — ein Projekt, das die US-Armee bereits unter Vorbehalt ausgewählt hat.
Die Anlage ist Teil einer breiteren Midstream-Strategie. Ziel ist der Aufbau einer eigenen Magnetproduktion in Ohio. Parallel dazu skaliert Phoenix Tailings in Massachusetts seine emissionsfreie Extraktion von Neodym und Dysprosium aus Bergbauabfällen. Bis Ende 2026 will das Unternehmen mehr als 3.000 Tonnen kritischer Metalle jährlich produzieren.
Namibia als neues Schlachtfeld
In der Woche vom 11. Juli 2026 unterzeichneten Namibia und China acht Kooperationsabkommen. Sie umfassen Energie sowie kritische Mineralien wie Lithium und Seltene Erden. Chinesische Firmen haben bereits rund 4,2 Milliarden Dollar in den namibischen Bergbausektor investiert.
Der Deal zeigt: Der Wettlauf um Rohstoffvorkommen läuft weiter — auch während westliche Staaten an eigenen Verarbeitungskapazitäten bauen.
Charttechnik signalisiert Überverkauf
Trotz eines Zwölf-Monats-Gewinns von 83,98 Prozent notiert der ETF derzeit 26,56 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 18,76 Euro aus dem Mai 2026. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 16,04 Euro beträgt der Abstand 14,10 Prozent.
Der 14-Tage-RSI liegt bei 31,4 und nähert sich damit überverkauftem Terrain. Zusammen mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 42,87 Prozent unterstreicht das die Nervosität des Sektors gegenüber geopolitischen Schlagzeilen. Die Jahresperformance bleibt mit 7,39 Prozent positiv — der Markt wägt aber weiterhin ab, wie stark Chinas Exportbeschränkungen die Fortschritte bei alternativen Lieferprojekten in den USA und Europa überschatten.
VanEck Seltene Erden ETF: Kaufen oder verkaufen?! Neue VanEck Seltene Erden ETF-Analyse vom 12. Juli liefert die Antwort:
Die neusten VanEck Seltene Erden ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VanEck Seltene Erden ETF-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
VanEck Seltene Erden ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
