Ein Plus von fast 168 Prozent innerhalb von zwölf Monaten — der VanEck Seltene Erden ETF hat sich als eines der stärksten Themeninvestments etabliert. Mit einem neuen 52-Wochen-Hoch von 17,50 Euro am 30. April setzt der Fonds seinen steilen Aufwärtstrend fort.
Starke Performance bei hoher Volatilität
Seit Jahresbeginn verbucht der ETF einen Wertzuwachs von 36,40 Prozent. Das verwaltete Vermögen kletterte durch Kursgewinne und frisches Kapital auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Indes signalisiert der Relative-Stärke-Index von 77,9 eine technisch überkaufte Situation, was die jüngste Konsolidierung erklären könnte.
Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0,59 Prozent. Damit bleibt das Instrument der zentrale Zugang für europäische Investoren zum Markt der kritischen Mineralien.
Diversifizierung der Lieferketten
Das Portfolio bildet den globalen Wettlauf um Rohstoffautarkie ab. Die US-amerikanische Albemarle Corp. gewichtet der Fonds aktuell mit 8,71 Prozent, dicht gefolgt vom australischen Förderer Pilbara Minerals.
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Parallel dazu zeigt die geografische Verteilung eine strategische Verschiebung. China bleibt mit knapp 30 Prozent zwar die wichtigste Region im Portfolio. Australien und die USA folgen jedoch mit Anteilen von 23,5 und 21 Prozent, da der Aufbau westlicher Verarbeitungszentren massiv voranschreitet.
Knappes Angebot trifft auf KI-Boom
Der Hunger nach Neodym, Praseodym und Lithium für die Energiewende treibt die Bewertung der Minenbetreiber. Hinzu kommt der Bedarf für Hardware im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Da neue Minenprojekte oft jahrelange Genehmigungsprozesse durchlaufen, bleibt das Angebot strukturell begrenzt.
Im Mai veröffentlichen die führenden Minenbetreiber ihre Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Berichte liefern die nächsten Anhaltspunkte für die fundamentale Bewertung der strategischen Bestände.
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