Europas größter Dividenden-ETF bekommt einen strukturell anderen Bruder. VanEck hat am 23. April 2026 den VanEck Morningstar Developed Markets ex-US Dividend Leaders UCITS ETF (TDVX) an der Londoner Börse gelistet — und damit eine Lücke geschlossen, die das Flaggschiff TDIV nicht füllen konnte.
Warum ein zweiter Fonds?
TDVX repliziert die Methodik von TDIV, lässt aber US-Aktien außen vor. Die Kostenquote liegt bei 0,38 Prozent — identisch mit dem Mutterprodukt. Der entscheidende Unterschied liegt tiefer: TDVX ist in Irland domiziliert. Das ermöglicht eine thesaurierende Anteilsklasse, die die niederländische Struktur von TDIV aus regulatorischen Gründen nicht anbieten kann. Ferner profitiert der irische Fonds von günstigerer Quellensteuerbehandlung bei internationalen Wertpapieren.
VanEck-Produktmanager Dmitrii Ponomarev bestätigte, dass genau diese strukturellen Einschränkungen den Ausschlag für die Auflage gaben. Das Ergebnis ist eine klare Arbeitsteilung: TDIV für ausschüttungsorientierte Anleger, TDVX für alle, die auf automatische Wiederanlage und steuerliche Effizienz setzen.
TDIV: Rekordnähe und starke Zuflüsse
Das Flaggschiff selbst läuft rund. Mit rund 7,4 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen gehört TDIV zu den größten Dividenden-ETFs Europas. Der Kurs notiert bei 52,76 Euro — nur einen Wimpernschlag unter dem 52-Wochen-Hoch von 52,86 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über neun Prozent zu Buche.
Der Fonds hält 115 Positionen. Größte Einzelwerte sind Pfizer mit 4,67 Prozent, Roche mit 4,41 Prozent und HSBC mit 4,27 Prozent. Auf Sektorebene dominieren Finanztitel mit gut 31 Prozent, gefolgt von Energie mit rund 20 Prozent.
Rückenwind durch Kapitalflucht aus US-Tech
Der Zeitpunkt der TDVX-Lancierung ist kein Zufall. Im ersten Quartal 2026 flossen Dividendenfonds weltweit rund 24 Milliarden Dollar zu — das stärkste erste Quartal seit vier Jahren. Der MSCI All Country World ex-USA hat den S&P 500 im vergangenen Jahr um zweistellige Prozentpunkte übertroffen. Investoren suchen greifbare Ausschüttungen abseits der großen US-Technologiekonzerne, die ihr Kapital lieber in Künstliche Intelligenz als in Dividenden stecken.
Der zugrundeliegende Index wird halbjährlich im Juni und Dezember neu zusammengestellt. Das nächste Rebalancing fällt mitten in eine laufende Berichtssaison — ein Test für TDIV und zugleich der erste echte Bewährungsmoment für den neu gelisteten TDVX.
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