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VanEck Gold Miners ETF: 19 Prozent Bewertungslücke zu Gold

Minenaktien notieren deutlich unter dem Goldpreis. Der VanEck ETF verliert monatlich über elf Prozent, während Zentralbanken weiter zukaufen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldaktien 19 Prozent unterbewertet
  • ETF verliert 11,27 Prozent im Monat
  • Newmont übertrifft Gewinnerwartungen deutlich
  • Zentralbanken kaufen 244 Tonnen Gold

Die Schere zwischen Goldpreis und Minenaktien öffnet sich immer weiter. Der VanEck Gold Miners ETF schloss am Freitag bei 112,25 AUD – ein Tagesplus von 1,24 Prozent. Der Schein trügt: Auf Monatssicht verlor der Fonds 11,27 Prozent, auf Wochensicht 5,29 Prozent.

Physisches Gold und Minenaktien laufen derzeit komplett auseinander.

Die Bank of America zeigt in einer aktuellen Analyse, wie tief die Bewertungslücke tatsächlich ist. Anhand des Kurs-Buchwert-Verhältnisses (P/NAV) rechnen Anleger bei Minenwerten derzeit mit einem Goldpreis von rund 3.354 Dollar je Unze. Der Spotpreis liegt dagegen bei rund 4.088 Dollar. Das sind 19 Prozent Abweichung – ein seltenes Niveau.

Gold fällt, Minenaktien fallen stärker

Gold notierte zuletzt die vierte Verlustwoche in Folge. Vom Januar-Hoch bei 5.626 Dollar aus hat sich das Edelmetall deutlich entfernt. Die Minenaktien verloren überproportional – ein bekanntes Muster in Abwärtsphasen. Der RSI des ETFs liegt bei 37,5, nahe der überverkauften Zone. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität kletterte auf knapp 50 Prozent.

Institutionelle Investoren bleiben dennoch aktiv. VCI Wealth Management stockte bei Newmont auf, einem der Schwergewichte im Fonds. Der Minenriese übertraf die Erwartungen im ersten Quartal deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 2,90 Dollar, die Schätzungen hatten nur 2,07 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg um fast 46 Prozent auf 7,31 Milliarden Dollar.

Zentralbanken kaufen weiter – trotz Gegenwind

Die strukturelle Nachfrage bleibt intakt. Im ersten Quartal 2025 kauften Zentralbanken 244 Tonnen Gold, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Fast 90 Prozent der befragten Notenbanken rechnen mit weiter steigenden Goldreserven. Gold macht inzwischen rund 27 Prozent der Gesamtreserven aus – für viele Institute mehr als US-Staatsanleihen.

Dagegen steht der starke US-Dollar. Die Federal Reserve hält die Zinsen zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Die Märkte preisen für September eine weitere Zinserhöhung mit 67 Prozent Wahrscheinlichkeit ein. Am 2. Juli folgen die US-Arbeitsmarktdaten – der nächste Test für den Goldsektor.

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