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Symbolbild, KI-generiert

VanEck Global Mining ETF: 4,7-Prozent-Sturz auf 49,47 Euro

Edelmetallverluste und Konjunktursorgen belasten den ETF; Rio Tinto meldet Betriebsstörungen, Eldorado Gold senkt seine Produktionsziele.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF schließt bei 49,47 Euro
  • Rio Tinto nimmt Untertagebau schrittweise wieder auf
  • Eldorado Gold senkt Jahresziel um 18 Prozent
  • ETF liegt 26 Prozent unter März-Hoch

Gestern verzeichnete der VanEck Global Mining UCITS ETF einen signifikanten Rückgang, da ein breit angelegter Ausverkauf bei Edelmetallen und konjunkturelle Sorgen den Bergbausektor belasteten.

Der Schlusskurs am Freitag lag bei 49,47 Euro, was einem Tagesverlust von 4,7 Prozent entspricht. Neben fallenden Preisen für Gold und Silber drückten inflationsgetriebene Erwartungen steigender US-Zinsen sowie Verluste an den Technologiemärkten auf die Stimmung der Anleger.

Rio Tinto meldet operative Störungen und Expansion

Ein wesentlicher Akteur der Branche, der Bergbaukonzern Rio Tinto, sah sich am gestrigen Handelstag mit operativen Herausforderungen konfrontiert. Das Unternehmen begann mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Untertagebaus in der Kupfermine Oyu Tolgoi, nachdem ein seismisches Ereignis am Donnerstag einen lokalen Felssturz ausgelöst hatte.

Laut Reuters wurden dabei drei Mitarbeiter verletzt. Zudem meldete Rio Tinto Verzögerungen am Grenzübergang zwischen China und der Mongolei, die den wichtigen Transport von Kupferkonzentrat beeinträchtigen.

Parallel zu diesen Störungen setzt Rio Tinto seine langfristigen Expansionspläne fort. Am Mittwoch weihte das Unternehmen die Anlage Sal de Vida sowie den Ausbau von Fénix 1B in Argentinien ein.

Diese Projekte sollen künftig eine jährliche Kapazität von 25.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent bereitstellen. Aufmerksamkeit erregte zudem ein Vorschlag des Vorstands, das Zielvergütungspaket für CEO Simon Trott um 56 Prozent auf 9,8 Millionen Britische Pfund anzuheben, wie Reuters berichtete.

Eldorado Gold kürzt Produktionsziele

Zusätzliche Belastung für den Sektor kam von Eldorado Gold. Das Unternehmen kürzte am Donnerstag seinen jährlichen Ausblick für die Goldproduktion um 18 Prozent.

Als Grund nannte der Konzern Verzögerungen beim Hochfahren des Kupfer-Gold-Projekts Skouries in Griechenland, dessen Inbetriebnahme länger dauert als ursprünglich kalkuliert. Gleichzeitig wurden die Kostenschätzungen für das Vorhaben nach oben korrigiert, was die Rentabilitätserwartungen für das laufende Geschäftsjahr dämpft.

Marktumfeld und fundamentale Belastungsfaktoren

Der gestrige Kursrutsch war Teil einer umfassenden Korrektur bei Rohstoffwerten. Der kanadische Materialsektor, der zahlreiche Metallminen umfasst, sank laut Reuters am selben Tag um 4,8 Prozent.

Die Kombination aus einem stärkeren US-Dollar und Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum verstärkte den Druck auf zyklische Bergbauwerte. Durch die jüngsten Abgaben vergrößerte sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch des ETF, das im März bei 66,50 Euro markiert wurde, auf minus 26 Prozent.

Die Anleger reagierten damit auf ein Umfeld, in dem steigende Ölpreise die Inflationsängste schüren und den Spielraum für Zinssenkungen einschränken könnten. Für kapitalintensive Bergbauprojekte bedeuten dauerhaft höhere Zinsen steigende Finanzierungskosten, was in Verbindung mit den gemeldeten Produktionsverzögerungen die kurzfristige Attraktivität des Sektors mindert.

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