Während große Teile der Anlegerschaft weiterhin auf Technologie- und KI-Werte setzen, bleibt der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF gefragt.
Die Deutsche Börse meldete am 18. August, dass das Produkt bei ICF Bank „fast immer gefragt“ sei – trotz des allgemeinen Trends zu Wachstumswerten. Diese Beobachtung wiederholte sich, als die Deutsche Börse am Dienstag erneut „hohe Nachfrage“ und deutliche Kaufaktivität bei ICF Bank im Segment globaler Aktien registrierte.
Morningstar sieht Potenzial für Outperformance
Die Ratingagentur Morningstar vergab am Dienstag ein quantitativ ermitteltes „Silver“-Rating für den ETF und begründete dies mit dem Potenzial, Kategorievergleichswerte künftig zu übertreffen.
Ergänzend dazu hatte Morningstar bereits am 20. August dividendenorientierte ETFs generell als defensive Rotationsstrategie empfohlen – sie könnten als „Ballast“ in fallenden Märkten dienen und zugleich eine Diversifikation abseits von Large-Cap-Technologiewerten bieten.
Für einen Fonds, der auf Dividendenstärke setzt, ist das eine thematisch passende Einordnung, auch wenn sie sich auf die Anlageklasse insgesamt bezieht.
Ein automatisierter Screening-Dienst stufte den ETF am Mittwoch technisch leicht ab, von „Strong Buy“ auf „Buy Candidate“ – ein Signal ohne großes Gewicht angesichts der grundsätzlich positiven fundamentalen Einschätzungen.
Bewegung bei den Top-Positionen
Im Portfolio sorgten mehrere Schwergewichte für Nachrichten. Shell, eine der zehn größten Positionen des Fonds, erhielt am Donnerstag ein Upgrade von Erste Group Bank auf „Buy“ von zuvor „Hold“.
Parallel dazu hoben Scotiabank das Kursziel für Shell auf 122,00 US-Dollar von 91,00 US-Dollar an, Jefferies erhöhte sein Ziel auf 122,40 US-Dollar von 119,70 US-Dollar. Zusätzlich kaufte Shell am selben Tag 1.725.000 eigene Aktien in London und Amsterdam zur Einziehung zurück – Teil des laufenden Kapitalrückführungsprogramms des Ölkonzerns.
Auch bei HSBC, ebenfalls unter den zehn größten Positionen, gab es Bewegung: RBC Capital erhöhte am 25. August das Kursziel auf 1.375 Pence von zuvor 1.275 Pence, beließ die Einstufung aber bei „Neutral“ – die Anhebung erfolgte im Anschluss an den Halbjahresbericht der Bank.
Bei Pfizer, ebenfalls eine Top-10-Position, startete 24/7 Wall St am 24. August die Coverage mit „Buy“ und einem Kursziel von 32,36 US-Dollar, unter Verweis auf eine Dividendenrendite von 6,19 Prozent und eine sich beschleunigende Produktpipeline.
Kursbild und Einordnung für Anleger
Der ETF notiert aktuell bei 55,42 Euro und liegt damit nur rund einen Prozentpunkt unter seinem 52-Wochen-Hoch von 55,99 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15 Prozent zu Buche.
Der Fonds bündelt laut VanEck ein Volumen von rund 9,4 Milliarden Euro, verbunden mit einer 12-Monats-Rendite von 3,00 Prozent bei laufenden Kosten von 0,38 Prozent.
Die Kombination aus breiter Nachfrage im Handel, einem positiven Qualitätsrating und Aufwertungen bei mehreren Schwergewichten im Portfolio zeichnet ein stabiles Bild für den dividendenorientierten Fonds – gerade in einer Marktphase, in der viele Anleger nach Alternativen zu einseitigen Technologiewetten suchen.
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