Ein Quartal, drei Überraschungen: Deutsche Telekom, Zurich Insurance und HSBC haben binnen weniger Tage ihre Gewinnprognosen übertroffen. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF, der alle drei Werte in seinem Portfolio hält, reagierte am Donnerstag mit einem Plus von 0,69 Prozent auf 55,35 Euro. Damit fehlen nur noch 0,56 Prozent bis zum 52-Wochen-Hoch von 55,66 Euro, das der Fonds erst am 4. August markiert hatte.
Telekom und Zurich liefern die Zahlen
Deutsche Telekom veröffentlichte am Donnerstag ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Konzern meldete einen Nettoumsatz von 29,9 Milliarden Euro, ein Plus von 4,4 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL kletterte um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro.
Der Vorstand reagierte prompt: Die Prognose für den freien Cashflow steigt auf rund 20 Milliarden Euro für das Gesamtjahr. Zusätzlich stockt die Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm 2026 um weitere 3 Milliarden Euro auf. Insgesamt sollen damit in diesem Jahr 5 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen.
Auch Zurich Insurance Group lieferte starke Zahlen. Der operative Rekordgewinn im ersten Halbjahr 2026 lag bei 4,8 Milliarden US-Dollar, 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg um 14 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar. Für die Lebensversicherungssparte hebt Zurich die Prognose an: Mindestens 10 Prozent Gewinnwachstum sollen es 2026 werden.
Finanzsektor dominiert das Portfolio
Die jüngste Halbjahres-Neugewichtung im Juni hat den Anteil des Finanzsektors im ETF auf rund 44 Prozent des Gesamtportfolios erhöht. Diese Konzentration zahlt sich derzeit aus. Banken und Versicherer aus Europa liefern reihenweise starke Ergebnisse.
HSBC Holdings, mit etwa 4,58 Prozent eine der zehn größten Positionen im Fonds, legte bereits am Mittwoch Zahlen vor. Der Vorsteuergewinn stieg um 23 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar. Passend zur „Dividend Leaders“-Strategie des ETFs beschloss HSBC eine zweite Zwischendividende von 0,10 US-Dollar je Aktie. Hinzu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde US-Dollar.
Allianz steht als nächstes an
Die nächste Prüfung folgt am Freitag, dem 7. August: Allianz SE veröffentlicht dann ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026. Der Versicherer hatte zuvor sein Mitarbeiteraktienprogramm bei Pimco abgeschlossen und dabei einen Anteil von 4,4 Prozent für mindestens 1,4 Milliarden Euro erworben. Analysten erwarten, dass dieser Schritt künftig zur Konsolidierung der Konzernerträge beiträgt.
Der ETF hat im laufenden Jahr bereits eine Gesamtrendite von 15,22 Prozent erzielt. Ob die Rally nach den Allianz-Zahlen weitergeht, hängt nun davon ab, ob auch der letzte große Finanzwert im Portfolio die hohen Erwartungen der vergangenen Tage bestätigen kann.
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