Die Talsohle scheint vorerst erreicht. Nach einem Sturz auf das Jahrestief bei 2,03 Euro stabilisiert sich die Valneva-Aktie mühsam. Der jüngste Wochengewinn von gut vier Prozent verschafft dem Biotech-Titel etwas Luft.
Operative Hürden bremsen
Ixchiq, der Hoffnungsträger gegen das Chikungunya-Virus, sorgt für Sorgenfalten. In Großbritannien meldete das Unternehmen zuletzt Lieferengpässe für das Vakzin. Parallel dazu belastet die fehlende US-Marktzulassung weiterhin die Bewertung des Konzerns. Marktbeobachter rechnen für das erste Halbjahr mit einem Umsatzrückgang von rund 22 Prozent. Ein kleiner Lichtblick ist die Produktionsfreigabe in Brasilien vom Mai 2026.
Hoffnungsträger Lyme-Impfstoff
Das Interesse der Anleger verschiebt sich zunehmend auf die Forschungspipeline. Gemeinsam mit Pfizer treibt Valneva den Impfstoffkandidaten VLA15 gegen Borreliose voran. In der Phase-3-Studie VALOR erreichte das Mittel eine Wirksamkeit von 73,2 Prozent. Ein zweiter Analysedurchlauf erfüllte die statistischen Kriterien für eine Zulassung. Pfizer plant nun die entsprechenden Anträge bei den Behörden.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Die Aktie notiert mit 2,17 Euro weiterhin unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,30 Euro. Erst ein Ausbruch über diese Marke würde ein technisches Signal für eine Trendwende liefern. Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt rund 445 Millionen Euro.
Mitte August veröffentlicht Valneva die konsolidierten Halbjahreszahlen. Dieser Bericht liefert wichtige Daten zur Liquidität und zum Erfolg der laufenden Restrukturierung. Hält die Unterstützung am Jahrestief bei 2,03 Euro nicht, droht ein Rückfall in den Abwärtstrend.
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