Valneva startet mit einer strategischen Kehrtwende in das Jahr 2026 und nimmt das Heft des Handelns beim Chikungunya-Impfstoff Ixchiq wieder selbst in die Hand. Die erst vor einem Jahr geschlossene Partnerschaft mit dem indischen Pharmariesen SII wurde aufgelöst. Doch der Markt reagiert verhalten auf die neue Eigenverantwortung: Überwiegen nun die Chancen auf höhere Margen oder die operativen Risiken?
- Strategiewechsel: Kooperation mit SII für Ixchiq beendet.
- Ziel: Volle Kontrolle über Vertrieb und Lieferkette in Schwellenländern.
- Sicherheit: CEPI-Förderung besteht weiterhin fort.
Volle Kontrolle, volles Risiko
Das Management begründet die einvernehmliche Trennung mit der Absicht, die Versorgung in endemischen Hochrisikoländern (LMICs) schneller und direkter steuern zu können. Valneva verzichtet damit auf die Vertriebskraft des indischen Partners, sichert sich im Gegenzug aber die volle Marge und vermeidet Abhängigkeiten bei der Priorisierung von Produktionskapazitäten.
Finanziell federt das Unternehmen das Risiko ab: Die im Juli 2024 vereinbarte Finanzierung durch die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) bleibt von der Umstrukturierung unberührt. Dennoch muss Valneva nun beweisen, dass die interne Logistik die komplexen Märkte effizient bedienen kann.
Aktie stark überverkauft
An der Börse sorgte die Meldung zum Wochenausklang für Zurückhaltung. Das Papier verlor am Freitag 3,57 Prozent und ging mit 4,05 USD aus dem Handel. Der technische Indikator RSI (Relative Strength Index) notiert mit einem Wert von 18,9 inzwischen tief im überverkauften Bereich.
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Diese technische Übertreibung nach unten spiegelt die anhaltende Nervosität wider, die seit der Prognosekürzung im November 2025 im Markt herrscht. Der Kurs bewegt sich aktuell deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 3,85 USD, was den kurzfristigen Abwärtstrend unterstreicht.
Der eigentliche Kurstreiber lauert
Während die Neuordnung beim Chikungunya-Impfstoff das operative Geschäft dominiert, bleibt das Lyme-Borreliose-Programm (VLA15) der entscheidende Faktor für die Bewertung im Jahr 2026. Nach positiven Daten zur Antikörper-Persistenz im Dezember warten Investoren auf die finalen Ergebnisse der Phase-3-Studie „VALOR“. Ein Erfolg in dieser Studie würde nicht nur die Zulassung näherbringen, sondern auch signifikante Meilensteinzahlungen des Partners Pfizer auslösen.
Das Jahr 2026 wird für Valneva zum Balanceakt zwischen operativer Exekution beim Vertrieb und dem Warten auf wissenschaftliche Daten. Kurzfristig ist für Anleger entscheidend, ob die Marke von 4,00 USD verteidigt werden kann. Ein nachhaltiges Unterschreiten dieses Niveaus würde den charttechnischen Druck weiter erhöhen, während eine Stabilisierung die Basis für eine Erholung vor den anstehenden Studiendaten bilden könnte.
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