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Valneva Aktie: Tarnen und Täuschen?

Nach verfehltem Studienziel und Kursverlust prüft Pomerantz rechtliche Schritte gegen Valneva. Aktie fällt auf neues Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Kanzlei Pomerantz ermittelt gegen Valneva
  • Phase-3-Studie verfehlt primären Endpunkt
  • Aktie stürzt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Nettoverlust steigt auf 115 Millionen Euro

Ein verfehlter Studienendpunkt und ein massiver Kurssturz rufen nun Juristen auf den Plan. Die US-Kanzlei Pomerantz prüft mögliche rechtliche Schritte gegen den Impfstoffhersteller Valneva. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, ob das Management Investoren im Vorfeld wichtiger klinischer Daten getäuscht hat.

Auslöser der juristischen Prüfung sind die Ergebnisse der Phase-3-Studie „VALOR“. Am 23. März hatten Valneva und Partner Pfizer Daten zu ihrem Borreliose-Impfstoffkandidaten präsentiert. Obwohl die Unternehmen eine grundsätzliche Wirksamkeit betonten, verfehlte das Vakzin den primären statistischen Endpunkt. Die Begründung: Während des Studienzeitraums traten weniger Krankheitsfälle auf als erwartet.

Der Kapitalmarkt reagierte damals unerbittlich. Die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine brachen am Tag der Bekanntgabe um über ein Drittel ein. Pomerantz untersucht nun, ob frühere Aussagen des Managements zum Studienfortschritt irreführend waren.

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An den Börsen spiegelt sich die anhaltende Skepsis wider. Aktuell notiert die Valneva-Aktie bei 2,34 Euro und rutscht damit auf ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 39 Prozent an Wert verloren.

Rote Zahlen und starrer Ausblick

Operativ kämpft das Unternehmen parallel dazu mit wachsenden Defiziten. Zwar stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf knapp 175 Millionen Euro. Unterm Strich verbuchte Valneva jedoch einen drastisch ausgeweiteten Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro.

Trotz der juristischen und klinischen Rückschläge hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Für das laufende Jahr plant das Management mit Erlösen von bis zu 170 Millionen Euro. Der Fokus liegt dabei auf der Vermarktung des Chikungunya-Impfstoffs. Am 7. Mai präsentiert Valneva die Zahlen für das erste Quartal.

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