Starke Wirksamkeit, schwacher Kurs — bei Valneva klaffen klinische Realität und Börsenwert weit auseinander. Nach dem verfehlten primären Endpunkt in der Phase-3-Studie für den Borreliose-Impfstoff brach der Kurs massiv ein. Auf Monatssicht verlor das Papier fast 46 Prozent an Wert. Am Freitag schloss die Aktie bei 2,58 Euro.
Der dramatische Absturz Ende März hat einen klaren Auslöser. Die entscheidende VALOR-Studie verfehlte ihr statistisches Hauptziel knapp. Die untere Grenze des Konfidenzintervalls rutschte unter die vorgegebene Marke.
Statistik gegen Wirksamkeit
Die klinischen Daten zeichnen ein anderes Bild. Der Impfstoffkandidat verhinderte bei Personen ab fünf Jahren mehr als 70 Prozent der Borreliose-Erkrankungen. Sicherheitsprobleme traten nicht auf. Eine weitere Analyse erreichte parallel dazu die geforderten statistischen Werte.
Valneva-Chef Thomas Lingelbach sieht den weiteren Weg nun als Verhandlungssache. Das Management will der US-Zulassungsbehörde FDA alle Argumente für eine flexible Bewertung vorlegen. Der mächtige Partner Pfizer stützt diesen Kurs. Der US-Konzern verweist auf die klinisch bedeutsame Wirksamkeit und plant weiterhin den Zulassungsantrag.
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Ein Milliardenmarkt wartet
Dieser Schritt soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen. Der kommerzielle Druck ist hoch. Allein in den USA erhalten jährlich rund 476.000 Menschen eine Borreliose-Diagnose. In Europa kommen weitere 132.000 Fälle hinzu.
Abseits der medizinischen Debatte braut sich ein juristisches Risiko zusammen. Die Kanzlei Pomerantz prüft aktuell Ansprüche im Namen von Valneva-Aktionären. Kurz gesagt: ein weiteres Risiko. Der Markt hat dieses bisher kaum eingepreist.
Die Blicke richten sich nun auf den 7. Mai. An diesem Tag präsentiert Valneva die Ergebnisse des ersten Quartals. Investoren werden dabei besonders auf die Umsatztrends und den Barmittelverbrauch achten. Diese Zahlen liefern den nächsten harten Fakten-Check in einer hochvolatilen Phase.
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