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Symbolbild, KI-generiert

Valneva Aktie: Realdaten sollen stützen

Das Impfstoffunternehmen stellt erste Ergebnisse einer groß angelegten Impfkampagne in Brasilien vor, um nach einem Kurssturz durch gemischte Studiendaten Vertrauen zurückzugewinnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erste Phase-IV-Daten zur Chikungunya-Impfkampagne in Brasilien
  • Kursverlust von 39 Prozent nach Borreliose-Studienergebnissen
  • Pfizer hält an Zulassungsanträgen für Borreliose-Impfstoff fest
  • Analysten senken Kursziel, behalten aber Kaufempfehlung

Nach dem drastischen Kurseinbruch infolge gemischter Studiendaten zum Borreliose-Impfstoff versucht Valneva, die Aufmerksamkeit der Investoren auf funktionierende Geschäftsbereiche umzulenken. Auf dem laufenden World Vaccine Congress in Washington rückt das Management heute erste Realdaten aus einer groß angelegten Chikungunya-Impfkampagne in Brasilien ins Rampenlicht. Die Präsentation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen der Anleger stark strapaziert ist und operative Erfolge dringend benötigt werden.

Im Rahmen des Kongresses stellt Susanne Eder-Lingelbach, Vice President Clinical Development, Ergebnisse der Phase-IV-Studien zum Impfstoff IXCHIQ vor. Im Zentrum steht dabei ein Pilotprogramm, das Valneva gemeinsam mit dem Instituto Butantan durchführt. Bisher haben bereits über 12.000 Menschen in zehn brasilianischen Gemeinden das Einzel-Dosis-Vakzin erhalten. Insgesamt stellt das Unternehmen bis zu 500.000 Dosen zur Verfügung, um in dem stark von Chikungunya betroffenen Land eine Impfabdeckung von bis zu 40 Prozent in der Zielgruppe zu erreichen.

Einbruch nach Borreliose-Rückschlag

Diese positiven operativen Nachrichten treffen auf ein Marktumfeld, das von tiefer Skepsis geprägt ist. Der Blick auf die 30-Tage-Performance von minus 39,09 Prozent bei einem aktuellen Kurs von 2,89 Euro verdeutlicht den jüngsten Vertrauensverlust. Verantwortlich dafür war eine Phase-3-Studie zum Borreliose-Impfstoffkandidaten LB6V Ende März. Obwohl das gemeinsam mit Pfizer entwickelte Vakzin eine Wirksamkeit von über 70 Prozent zeigte, verfehlte es ein vorab definiertes statistisches Kriterium beim Konfidenzintervall.

Pfizer und Analysten positionieren sich

Trotz des verfehlten Endpunkts hält Pfizer an den Plänen fest, im laufenden Jahr 2026 die Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und der europäischen EMA einzureichen. Marktbeobachter passen ihre Modelle an die neue Risikolage an: First Berlin senkte das Kursziel von 6,60 Euro auf 4,80 Euro und reduzierte die angenommene Zulassungswahrscheinlichkeit in ihrer Bewertung von 90 auf 67 Prozent. Die grundlegende Kaufempfehlung behielten die Analysten jedoch bei. Die anstehenden Entscheidungen der Zulassungsbehörden über den derzeit am weitesten fortgeschrittenen Borreliose-Impfstoffkandidaten markieren die zentralen Ereignisse für die weitere fundamentale Entwicklung des Unternehmens.

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