Nach den jüngsten Enttäuschungen rund um die Lyme-Borreliose-Studie richtet Valneva den Fokus neu aus. Das Unternehmen kündigte heute einen prominenten Auftritt auf dem anstehenden World Vaccine Congress in Washington an. Im Zentrum der Präsentation steht dabei der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ, der nach dem regulatorischen Rückschlag in den USA nun durch reale Daten aus dem brasilianischen Markt überzeugen soll.
Fokus auf Echtzeit-Daten aus Südamerika
Ab dem 31. März wird ein Führungsteam um Vorstandschef Thomas Lingelbach in der US-Hauptstadt vertreten sein. Ein zentraler Programmpunkt ist die Vorstellung erster Erkenntnisse aus einer laufenden Impfkampagne in Brasilien. Dort evaluiert Valneva gemeinsam mit dem Partner Instituto Butantan die Wirksamkeit von IXCHIQ unter realen Bedingungen.
Bislang erhielten über 12.000 Personen das Präparat im Rahmen dieses Pilotprojekts, für das Valneva bis zu 500.000 Dosen bereitstellt. Die südamerikanische Nation verzeichnete allein im Jahr 2024 über 260.000 Chikungunya-Fälle und ist damit ein entscheidender Zielmarkt für das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen. Die dortige Gesundheitsbehörde ANVISA hatte dem Vakzin bereits im vergangenen Jahr die weltweit erste Zulassung in einem endemischen Land erteilt.
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Kontrastprogramm zum US-Markt
Diese internationale Expansion bildet einen starken Kontrast zur aktuellen Situation in den Vereinigten Staaten. Dort hatte die Gesundheitsbehörde FDA das Programm wegen eines schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses gestoppt, woraufhin Valneva die US-Zulassungsanträge zurückzog. Zusammen mit der kürzlich verfehlten Statistik-Schwelle in der VALOR-Studie zum Lyme-Borreliose-Kandidaten sorgte dies für erhebliche Verunsicherung bei Investoren. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier rund 38 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 2,81 Euro.
Finanzielle Basis und konkrete Meilensteine
Wirtschaftlich stützt sich der Konzern auf die kürzlich vorgelegten Jahreszahlen für 2025. Mit Gesamterlösen von 174,7 Millionen Euro und einem Kassenbestand von knapp 110 Millionen Euro sieht das Management die Finanzierung gesichert. Für das laufende Jahr rechnet Valneva mit Umsätzen zwischen 155 und 170 Millionen Euro bei einem gleichzeitig reduzierten operativen Cash-Burn.
Strategisch rücken nun die kommenden Monate in den Mittelpunkt: In der ersten Jahreshälfte 2026 stehen weitere Phase-3-Daten für den gemeinsam mit Pfizer entwickelten Borreliose-Impfstoff an. Zur Jahresmitte folgen Phase-2-Ergebnisse für den Shigella-Kandidaten S4V2. Diese beiden klinischen Meilensteine werden die künftige Pipeline-Bewertung und die langfristige Wettbewerbsposition im Markt für Spezialimpfstoffe maßgeblich definieren.
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