Während Valneva-Chef Thomas Lingelbach am 15. April in Amsterdam institutionellen Investoren Rede und Antwort stand, lastete der Schatten der laufenden Wertpapierermittlungen schwer auf der Präsentation. Es war der erste direkte Kontakt mit dem institutionellen Publikum seit dem turbulenten März — und die Agenda war vollgepackt.
IXCHIQ: Brasilien als neues Zugpferd
Im Mittelpunkt der Konferenzpräsentation stand IXCHIQ, Valnevas Chikungunya-Impfstoff. Der US-Markt ist für das Produkt seit Januar 2026 Geschichte: Valneva zog die Zulassungsanträge freiwillig zurück, nachdem die FDA die Lizenz im August 2025 ausgesetzt hatte. Europa, Kanada und Brasilien tragen nun die kommerzielle Last.
Brasilien entwickelt sich dabei zum wichtigsten Wachstumsmarkt. Seit Februar 2026 läuft dort gemeinsam mit dem Instituto Butantan eine Pilotimpfkampagne — über 12.000 Menschen wurden bereits geimpft. Valneva stellt bis zu 500.000 Dosen kostenlos zur Verfügung. Die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA hatte IXCHIQ im April 2025 zugelassen, als erstes Land der Welt, das einen Chikungunya-Impfstoff in einem Endemiegebiet genehmigt hat.
Lyme-Impfstoff: Pfizer zieht durch
Das zweite große Thema in Amsterdam war der Lyme-Impfstoffkandidat, der im März für den Kurseinbruch gesorgt hatte. Am 23. März 2026 meldeten Valneva und Partner Pfizer, dass der Impfstoff in der Phase-3-Studie VALOR den primären Endpunkt verfehlt hatte — zu wenige Krankheitsfälle wurden im Studienzeitraum erfasst. Der ADR-Kurs brach daraufhin um 37 Prozent auf 6,49 Dollar ein, was die laufenden Wertpapierermittlungen der Kanzlei Pomerantz LLP auslöste.
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Pfizer lässt sich davon nicht beirren. Das Unternehmen verweist auf die klinisch bedeutsame Wirksamkeit in der zweiten vordefinierten Analyse und plant Zulassungsanträge bei FDA und EMA noch im zweiten Halbjahr 2026. CEO Lingelbach bestätigte diesen Zeitplan.
Zahlen stabil, Ausblick vorsichtig
Finanziell steht Valneva solider da, als der Kursverlauf vermuten lässt. Für 2025 meldete das Unternehmen Gesamterlöse von 174,7 Millionen Euro — im Rahmen der Guidance — bei einem Kassenbestand von 109,7 Millionen Euro zum Jahresende. Der operative Mittelabfluss sank um 21 Prozent.
Für 2026 erwartet Valneva Erlöse zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Am 7. Mai folgen die Quartalszahlen für Q1 — dann wird sich zeigen, ob die Brasilien-Kampagne und die europäischen IXCHIQ-Verkäufe die US-Lücke tatsächlich schließen können.
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