Geopolitische Spannungen bremsen die Reiselust – und treffen Valneva empfindlich. Der französische Impfstoffhersteller kappt nach einem schwachen ersten Quartal seine Jahresprognose. Für die ohnehin gebeutelte Aktie, die seit Januar rund 33 Prozent an Wert verloren hat, rückt nun ein einziges Projekt in den absoluten Fokus.
Umsatz bricht ein, Verlust weitet sich aus
Zwischen Januar und März schrumpfte der Umsatz auf 30,9 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor standen noch rund 49 Millionen Euro in den Büchern. Der Rückgang resultiert primär aus dem Ende von Drittanbieter-Vertriebsvereinbarungen und abweichenden Lieferplänen an das US-Militär.
Parallel dazu drückten unvorteilhafte Wechselkurseffekte das Ergebnis tief ins Minus. Der Nettoverlust weitete sich spürbar auf gut 32 Millionen Euro aus. Das Management reagiert auf die schwache Nachfrage nach Reiseimpfstoffen und senkt die Umsatzziele für das Gesamtjahr. Valneva peilt nun Produktverkäufe zwischen 135 und 150 Millionen Euro an.
Borreliose-Impfstoff als entscheidender Hebel
Das schwache operative Geschäft rückt den Borreliose-Impfstoffkandidaten weiter ins Zentrum. Partner Pfizer treibt die Zulassung voran. Die Phase-3-Studie zeigte zwar eine Wirksamkeit von über 70 Prozent. Allerdings verfehlte das Programm einen technischen primären Endpunkt, da die statistische Untergrenze der Daten unter eine vordefinierte Schwelle rutschte.
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Pfizer hält unbeirrt am Zeitplan fest. Der US-Pharmariese plant die Einreichung der Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und dem europäischen Pendant EMA für die zweite Jahreshälfte 2026. Bis zu einer möglichen Zulassung sieht sich Valneva finanziell gerüstet. Die liquiden Mittel lagen Ende März bei rund 105 Millionen Euro, flankiert von einer im April abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Lichtblick in Brasilien
Abseits der Borreliose-Forschung liefert das Chikungunya-Programm operative Fortschritte. In Brasilien erhielten bereits 30.000 Erwachsene den Impfstoff IXCHIQ im Rahmen einer Pilotkampagne. Anfang Mai erteilte die brasilianische Gesundheitsbehörde ANVISA die Erlaubnis zur lokalen Produktion durch das Instituto Butantan. Der Impfstoff kann damit in das öffentliche Gesundheitssystem des Landes integriert werden.
Bei einem aktuellen Kurs von 2,55 Euro notiert das Papier weit unter der 200-Tage-Linie von 3,89 Euro. Das operative Geschäft liefert derzeit kaum Impulse für eine Trendwende. Die kurzfristige Kursentwicklung hängt nun vollständig vom formalen Zulassungsantrag durch Pfizer und der anschließenden Reaktion der FDA im zweiten Halbjahr ab.
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