Die französische Biotech-Firma Valneva musste einen schweren Rückschlag hinnehmen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Zulassungsverfahren für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt. Das Unternehmen zog daraufhin den gesamten Antrag zurück. Die Aktie verlor am Freitag über 6 Prozent und notiert bei 4,11 Euro.
Der US-Markt sollte eigentlich das kommerzielle Rückgrat für IXCHIQ werden. Dieser Plan ist nun gescheitert. Die Unsicherheit über künftige Umsätze und die Frage, ob eine erneute Zulassung überhaupt möglich ist, belasten den Titel massiv.
Die wichtigsten Fakten:
- Rückzug des US-Zulassungsantrags nach FDA-Intervention
- Kurs fiel binnen sieben Tagen um 6,4 Prozent
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: rund 20 Prozent
- RSI bei extrem niedrigen 18,9 – technisch überverkauft
Vertrauen der Anleger erschüttert
Die Marktreaktion fiel heftig aus. Wichtige Unterstützungszonen wurden unterschritten, das Handelsvolumen zog spürbar an. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist gebrochen. Anleger preisen das erhöhte Risiko ein, das durch die fehlenden US-Einnahmen entsteht. Solange keine positiven Impulse folgen, bleiben weitere Kursverluste möglich.
Die hohe Volatilität von über 90 Prozent auf 30-Tage-Basis unterstreicht die Nervosität im Handel. Der Titel liegt zwar noch 13 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt, doch die jüngste Dynamik spricht eine andere Sprache.
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Borreliose-Impfstoff muss liefern
Durch das US-Debakel rückt nun der Borreliose-Impfstoffkandidat VLA15 in den Fokus. Dieses Programm wird gemeinsam mit Pfizer vorangetrieben und befindet sich in der späten klinischen Phase. Im November 2025 legte Valneva positive Immunogenitätsdaten aus einer Phase-2-Studie vor.
VLA15 ist damit das wichtigste verbleibende Asset im späten Entwicklungsstadium. Die Partnerschaft mit Pfizer bietet zwar finanzielle Sicherheit, doch der Druck auf das Programm ist nach dem IXCHIQ-Rückschlag enorm gestiegen. Valneva kann sich hier keine weiteren Fehler erlauben.
Im Februar wird das Unternehmen seine Finanzergebnisse vorlegen. Dann muss das Management zur strategischen Neuausrichtung Stellung beziehen und konkrete Antworten liefern, wie der Wegfall des US-Potenzials kompensiert werden soll.
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