Während Scotiabank das Kursziel für den Raffinerie-Riesen am Freitag kräftig anhebt, bestätigt das Unternehmen gleichzeitig den Zeitplan für die endgültige Schließung einer wichtigen Anlage in Kalifornien. Steht Valero vor einer strategischen Wende?
Analysten-Update trifft auf operative Umstrukturierung
Die Valero Energy-Aktie (VLO) schloss den Handel am Freitag, den 16. Januar 2026, bei 183,46 US-Dollar und verzeichnete damit ein leichtes Minus von 0,61%. Im Fokus steht eine bedeutende Bewertungsanpassung der kanadischen Bank Scotiabank.
Scotiabank erhöhte ihr Kursziel für Valero Energy von 149 auf 178 US-Dollar und bekräftigte ihre „Sector Outperform“-Einstufung. Bemerkenswert ist, dass das neue Ziel trotz der Anhebung etwa 3% unter dem aktuellen Marktpreis liegt. Dies deutet darauf hin, dass der monatliche Anstieg der Aktie um 14,5% einen Großteil der unmittelbaren Optimismen bereits eingepreist haben könnte.
Parallel dazu bestätigte Valero konkrete Details zur Schließung seiner Raffinerie in Benicia, Kalifornien. Die Stilllegung führt zum Wegfall von 237 Arbeitsplätzen. Die Entlassungen beginnen am 15. März 2026 und sollen bis zum 1. Juli abgeschlossen sein. Die Entscheidung wurde trotz letzter Bemühungen von Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom getroffen, die Anlage am Laufen zu halten. Valero plant, die Kraftstoffversorgung in der Region künftig über Importe aufrechtzuerhalten.
Institutionelles Engagement und Marktposition
Die Marktreaktion auf Valero spiegelt eine Mischung aus starker operativer Leistung und strategischen Portfolioanpassungen wider. Während die Aktie den Zacks S&P 500 Composite im letzten Monat deutlich übertroffen hat (+14,5% vs. +1,6%), deuten jüngste Meldungen über Institutionengeschäfte auf Gewinnmitnahmen hin.
Daten zeigen, dass Pinnacle Financial Partners seine Valero-Position im dritten Quartal um 9,7% reduzierte, während Conning Inc. seinen Anteil um 23,7% verringerte. Trotz dieser Reduzierungen bleibt die Analystenkonsensmeinung mit „Moderate Buy“ überwiegend positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 183 US-Dollar und damit auf Höhe des aktuellen Kursniveaus.
Finanziell startet Valero solide in das Jahr 2026. Das Unternehmen übertraf im jüngsten Quartalsbericht (Q3) die Erwartungen und erzielte einen Gewinn je Aktie (EPS) von 3,66 US-Dollar bei Schätzungen von 3,15 US-Dollar. Die vierteljährliche Dividende von 1,13 US-Dollar je Aktie bleibt für einkommensorientierte Anleger mit einer jährlichen Rendite von etwa 2,5% attraktiv.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die für Ende Januar erwarteten Quartalszahlen. Im Fokus stehen die Prognosen zu den Raffineriemargen und die Kosteneinsparungen durch die Schließung der Benicia-Anlage.
Aus charttechnischer Sicht notiert die Aktie am oberen Ende ihrer 52-Wochen-Spanne (99 – 192 US-Dollar). Die Fähigkeit, über dem Unterstützungsbereich von 180 US-Dollar zu bleiben, wird in der kommenden Woche entscheidend sein. Während die Kurszielanhebung von Scotiabank eine fundamentale Stütze bietet, wird der Markt prüfen, ob die Effizienzgewinne aus der Werksschließung die Aktie in Richtung neuer Höchststände oberhalb von 192 US-Dollar treiben können.
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