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Symbolbild, KI-generiert

US-Staatsanleihen: Zehnjahresrendite stemmt sich gegen Rekordhoch

Käufe senken die Zehnjahresrendite auf 5,24 Prozent, während die Markterwartung einer weiteren Fed-Zinserhöhung deutlich nachlässt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zehnjahresrendite fällt um sechs Basispunkte
  • Rendite zuvor über 5,3 Prozent
  • Zinserhöhungswahrscheinlichkeit sinkt auf 23,8 Prozent
  • Arbeitslosenhilfe-Anträge gehen leicht zurück

Amerikanische Staatsanleihen haben nach einem Anstieg auf Mehrjahreshochs am Donnerstag eine Gegenbewegung eingeleitet. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Papiere war zuvor auf über 5,3 Prozent geklettert – den höchsten Stand seit April 2002. Im Tagesverlauf griffen Investoren jedoch wieder zu und drückten die Rendite um 6 Basispunkte auf 5,24 Prozent.

Der vorherige Zinsanstieg markierte für die Zehnjahrespapiere den größten Quartalssprung seit dem Jahr 1994. Zwar fielen die jüngsten US-Inflationsdaten moderater aus als von Analysten erwartet, dennoch beruhigte das die langfristigen Zinsen zum Ende des dritten Quartals kaum. Händler nutzten das erhöhte Renditeniveau nun offenbar für Schnäppchenkäufe, da die vorherigen Verkäufe nach den Preisdaten als überzogen galten.

Gedämpfte Zinserwartungen stützen die Erholung

Parallel dazu haben sich die Zinserwartungen an den Terminmärkten spürbar verschoben. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank im kommenden Monat brach laut dem FedWatch-Tool der CME Group auf 23,8 Prozent ein. Eine Woche zuvor lag dieser Wert noch bei 68,6 Prozent.

Am Markt wuchs zuletzt die Zuversicht, dass die Notenbank ihren Straffungszyklus vorerst aussetzen könnte. Die Renditen langfristiger Anleihen spiegeln allerdings weiterhin die Furcht vor längerfristig hohen Finanzierungskosten wider.

Arbeitsmarktdaten liefern gemischte Signale

Frische Konjunkturdaten zeichnen ein uneinheitliches Bild der US-Wirtschaft. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in der Woche bis zum 26. September unerwartet leicht auf 197.000, nach revidiert 198.000 in der Vorwoche. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 200.000 gerechnet.

Der offizielle Arbeitsmarktbericht für September am Freitag bildet den nächsten Prüfstein für die Zinsmärkte. Volkswirte rechnen mit einem Stellenaufbau von 90.000 Jobs, nach einem Zuwachs von 162.000 Stellen im August. Die Arbeitslosenquote soll nach den Prognosen unverändert bei 4,1 Prozent verharren. Bestätigen sich diese Schätzungen, dürfte sich die Hoffnung auf ein Ende der Zinserhöhungen weiter verfestigen.

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.