Startseite » Anleihen » US-Dollar behauptet sich vor Zinsentscheid der Fed
Symbolbild, KI-generiert

US-Dollar behauptet sich vor Zinsentscheid der Fed

Anleger rechnen mit unveränderten Leitzinsen der Fed; Zinserhöhungen im Dezember und im kommenden Jahr sind eingepreist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dollar-Index steigt morgens um 0,1 Prozent
  • Euro notiert zuletzt bei 1,1117 Dollar
  • Fed-Zinsniveau dürfte heute unverändert bleiben
  • EZB-Entscheid am Donnerstag ebenfalls ohne erwartete Änderung

Die Devisenmärkte verharren in Wartestellung: Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zeigt sich der Euro weitgehend stabil, während der US-Dollar seine jüngsten Gewinne verteidigt. Eine Zinsänderung wird für den heutigen Mittwoch zwar nicht erwartet, doch an den Märkten wächst die Erwartung künftiger Zinsschritte.

Für den Zinsentscheid rechnen Marktbeobachter mit einer Beibehaltung des aktuellen Niveaus. Fed-Chef Kevin Warsh dürfte auf der anstehenden Pressekonferenz zurückhaltend agieren und wenig über den Kurs zum Jahresende preisgeben. An den Terminmärkten wird derweil ein Zinsanstieg im Dezember sowie zwei weitere Anhebungen im kommenden Jahr eingepreist.

Feste US-Währung vor den Zwischenwahlen

Der US-Dollar profitierte im Vorfeld der Notenbanksitzung von diesen Erwartungen. Der Dollar-Index legte am Morgen um 0,1 Prozent zu, nachdem er bereits am Vortag um 0,2 Prozent gestiegen war. Strategen rechnen damit, dass der Dollar vor den US-Zwischenwahlen im November stark bleibt, selbst wenn die Währungshüter die Zinssätze trotz erhöhter Inflationsrisiken zunächst unverändert lassen.

Sollte Warsh hingegen eine unerwartet lockere Haltung einnehmen und Zinserhöhungserwartungen dämpfen, könnte dies die US-Währung wieder belasten.

Der Euro stand zuletzt bei 1,1117 Dollar, nachdem er am Vortag zeitweise bei 1,1135 Dollar notiert hatte. Konjunkturdaten lieferten keine frischen Impulse. Der Konsumklima-Indikator von GfK und NIM für Deutschland verschlechterte sich leicht, was an den Devisenmärkten jedoch ohne nennenswerte Reaktion blieb.

EZB folgt am Donnerstag

Direkt nach der Fed tritt die Europäische Zentralbank zusammen. Am Donnerstag wird auch bei den europäischen Währungshütern keine Änderung der Leitzinsen erwartet, bevor Volkswirte mehrheitlich für Dezember mit einer Anhebung rechnen.

Auf der europäischen Sitzung dürfte vor allem die angespannte Situation am französischen Anleihemarkt die Diskussionen bestimmen. Erst die Signale beider Notenbanken dürften den Ausschlag für den mittelfristigen Trend im Währungspaar geben.

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.