Künstliche Intelligenz und Krypto-Farmen treiben den Stromhunger in den USA spürbar nach oben – und Uranium Energy gehört zu den Profiteuren. Neue Prognosen der US-Energiebehörde EIA schüren die Fantasie für eine stärkere Rolle der Kernenergie im Strommix. Die Aktie reagiert mit einer markanten Kursrally und auch fundamental hat das Unternehmen einiges aufzubieten.
EIA-Prognose stützt Kernenergie
Die jüngste Kurzfristprognose der Energy Information Administration (EIA) sagt für die Jahre 2026 und 2027 einen klar steigenden Stromverbrauch in den USA voraus. Die Nachfrage soll von 4.198 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2025 auf 4.256 Milliarden kWh (2026) und 4.364 Milliarden kWh (2027) zulegen. Haupttreiber laut EIA: der Ausbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen und Kryptowährungen.
Im Strommix soll Kernenergie ihren Anteil 2026 auf 19 % ausbauen, nach 18 % im Jahr 2025, bevor er 2027 wieder bei 18 % liegen soll. Dieses Bild stärkt die Investmentstory von Uranium Energy, das als bedeutender US-Uranproduzent direkt von einer höheren Auslastung und potenziell besseren Nachfragebedingungen profitieren kann.
Am Markt kommt das an: Die Aktie bewegt sich aktuell auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch von 17,19 US‑Dollar, nach einem Anstieg von rund zwei Dritteln in den vergangenen 30 Tagen.
Positive Analystenstimmung
Auch die Analystenseite bleibt klar konstruktiv. Insgesamt 11 Analysten decken den Titel derzeit ab, mit einer deutlich positiven Tendenz:
- 2 Empfehlungen auf „Strong Buy“
- 7 „Buy“-Ratings
- 2 „Hold“-Einschätzungen
Der durchschnittliche Zielkurs liegt bei 14,92 US‑Dollar. Auffällig ist jedoch, dass mehrere Häuser ihre Einschätzungen zuletzt deutlich nach oben angepasst haben und damit die jüngste Kursentwicklung nachvollziehen:
- Goldman Sachs hob das Kursziel im September 2025 von 13,00 auf 17,00 US‑Dollar an (Rating: Buy).
- National Bank erhöhte im Dezember 2025 von 15,50 auf 16,50 US‑Dollar (Rating: Outperform).
- Roth Capital bestätigte im Dezember 2025 „Buy“ mit Ziel 16,00 US‑Dollar.
- Zacks Research stufte im Dezember 2025 von „Strong Sell“ auf „Hold“ hoch.
Damit stützen sowohl die allgemeine Bewertung als auch die jüngsten Zielanhebungen das Bild eines Titels, der vom Uranzyklus und der politischen Großwetterlage profitieren soll – auch wenn der Mittelwert der Kursziele noch hinter der aktuellen Notiz zurückbleibt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Uranium Energy?
Solide Finanzbasis und wachsende Produktion
Fundamental präsentiert sich Uranium Energy derzeit finanziell robust. In den Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (veröffentlicht am 10. Dezember 2025) meldete das Unternehmen:
- 698 Mio. US‑Dollar in Form von Barmitteln, Uranbeständen und börsennotierten Beteiligungen
- keine Finanzverbindlichkeiten
- 1,36 Mio. Pfund U₃O₈ (Uranoxid) im Lager
- eine Kapitalerhöhung über 234 Mio. US‑Dollar zur Finanzierung der Uran-Refining- und Konversions-Tochter UR&C
Auf der operativen Seite kam die Produktion im Projekt Christensen Ranch in Wyoming auf rund 199.000 Pfund präzipitiertes Uran und getrocknetes U₃O₈. Die ausgewiesenen Cash-Kosten lagen dabei bei 29,90 US‑Dollar je Pfund. Das verschafft Spielraum, um von einem freundlichen Preisumfeld am Uranmarkt überproportional zu profitieren.
Strategische Positionierung und US-Politik
Parallel baut Uranium Energy seine ungesicherte (unhedged) Uranlagerhaltung weiter aus. Hintergrund ist die erwartete Entscheidung der US-Regierung zu „Section 232“, also möglichen Beschränkungen von Uranimporten. Das Unternehmen positioniert sich klar als Anbieter, der von einer stärkeren Fokussierung auf heimische Lieferketten und von einem strukturellen Angebotsdefizit im Uranmarkt profitieren kann.
Ein wichtiger Baustein dieser Strategie ist die Gründung der United States Uranium Refining & Conversion Corp (UR&C). Damit will Uranium Energy als einziges US-Unternehmen die komplette Wertschöpfungskette vom Abbau bis zur Konversion abdecken. Eine solche vertikale Integration könnte die Abhängigkeit von ausländischen Kapazitäten verringern und die Verhandlungsposition gegenüber Versorgern stärken.
Blick nach vorn
Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Am 11. März 2026 legt Uranium Energy die nächsten Quartalszahlen vor. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 soll die Produktion in den Projekten Burke Hollow und Ludeman hochgefahren werden. Das Management spricht von einem „Step-Change in der Produktionskadenz“ in den Quartalen Q3 und Q4, also einem deutlichen Sprung im Output.
Flankiert wird dies von einem grundsätzlich freundlichen Marktumfeld: Uran ist in den USA offiziell als kritischer Rohstoff eingestuft, zusätzlich stehen Zusagen über 80 Mrd. US‑Dollar für neue Kernkraftwerksprojekte aus späten 2025er Ankündigungen im Raum. Zusammen mit einem prognostizierten kumulierten Angebotsdefizit von 1,7 Mrd. Pfund Uran bis 2045 ergibt sich für heimische Produzenten wie Uranium Energy ein Umfeld, in dem strategische Projekte und eine starke Bilanz direkt in Wachstum übersetzt werden können.
Uranium Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Uranium Energy-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Uranium Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Uranium Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Uranium Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
