Erstmals seit über zehn Jahren geht in den USA eine neue In-situ-Recovery-Uranmine ans Netz. Uranium Energy Corp. hat an seinem Standort Burke Hollow in South Texas die Produktion aufgenommen — ein Meilenstein für die amerikanische Energiesicherheit und für das Unternehmen selbst.
Zweiter Produktionsstandort, doppelte Schlagkraft
Burke Hollow macht UEC zum Betreiber von zwei aktiven ISR-Plattformen in den USA. Neben dem texanischen Standort läuft bereits die Christensen Ranch in Wyoming. Das sogenannte Hub-and-Spoke-Modell bündelt dabei Erz aus mehreren Bohrlochfeldern in zentralen Verarbeitungsanlagen — effizient und skalierbar.
Die Genehmigung für Burke Hollow erteilte die Texas Commission on Environmental Quality. Das Uran wird in der Hobson Central Processing Plant verarbeitet, die für bis zu vier Millionen Pfund pro Jahr lizenziert ist. Das Projektgebiet umfasst rund 20.000 Acres, etwa die Hälfte davon ist noch unerforscht. Die geschätzten Mineralressourcen belaufen sich auf rund elf Millionen Pfund U3O8 — gemessene, angezeigte und abgeleitete Ressourcen zusammen.
Ungehedgt und profitabel
UEC verkauft Uran bewusst ohne Preissicherung — direkt zu Marktpreisen. Anfang 2026 veräußerte das Unternehmen 200.000 Pfund zu 101 US-Dollar je Pfund, was über 20 Millionen Dollar Umsatz und rund zehn Millionen Dollar Bruttogewinn einbrachte. Wer auf steigende Uranpreise setzt, profitiert von dieser Strategie unmittelbar.
Der Rückenwind ist strukturell: Die US-Regierung stufte Uran im November 2025 offiziell als kritischen Rohstoff ein. Versorger weltweit suchen aktiv langfristige Lieferverträge, um ihre Reaktoren abzusichern. UEC’s lizenzierte Gesamtkapazität in Texas und Wyoming liegt bei rund zwölf Millionen Pfund pro Jahr — und mit dem Ludeman-Projekt in Wyoming ist 2027 der nächste Ausbauschritt geplant.
An der Börse spiegelt sich die operative Dynamik wider: Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 23 Prozent zugelegt und notiert mit 12,86 Euro klar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Tief bei 4,22 Euro hat sich der Kurs mehr als verdreifacht — das Hoch vom Januar bei 16,89 Euro bleibt die nächste markante Marke.
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