Der Uranmarkt steht vor einer fundamentalen Neuausrichtung der globalen Warenströme. Durch einen Großauftrag aus Indien und eine wegweisende Genehmigung für ein neues Minenprojekt in Kanada festigen Produzenten ihre langfristige Position, während das frei verfügbare Angebot knapper wird. Kann die Branche die drohende Versorgungslücke rechtzeitig schließen?
Kazatomprom hat einen Liefervertrag mit dem indischen Department of Atomic Energy unterzeichnet, dessen Volumen die bisherigen Dimensionen des Konzerns sprengt. Der Transaktionswert übersteigt 50 Prozent des aktuellen Buchwerts des kasachischen Weltmarktführers. Aufgrund der enormen Größe des Geschäfts ist eine formale Zustimmung der Aktionäre erforderlich, für die eine außerordentliche Hauptversammlung zwischen dem 26. März und dem 6. April 2026 angesetzt wurde.
Indien sichert sich langfristigen Zugriff
Der Abschluss ist Teil einer indischen Strategie, die Importabhängigkeit bei strategischen Rohstoffen massiv zu senken. Parallel dazu startete das Land eine nationale Mission für kritische Mineralien im Wert von rund 3,8 Milliarden US-Dollar. Für den Weltmarkt bedeutet dieser Schritt vor allem eines: Ein erheblicher Teil der globalen Produktion ist künftig fest vergeben und steht nicht mehr für kurzfristige Käufe am Spotmarkt zur Verfügung.
Kanadas erste ISR-Mine seit Jahrzehnten
Während in Kasachstan Bestände gebunden werden, meldet Denison Mines einen regulatorischen Durchbruch in Nordamerika. Die kanadische Atomaufsicht erteilte die finale Genehmigung für den Bau der Phoenix-Mine im Wheeler-River-Projekt. Es handelt sich um den ersten großen Minenneubau in Kanada seit über 20 Jahren und den erstmaligen Einsatz des In-Situ-Recovery-Verfahrens (ISR) im Land.
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Trotz dieser Genehmigung ist eine kurzfristige Entlastung der Angebotsseite nicht in Sicht. Die erste Produktion wird erst für Mitte 2028 erwartet, was die langen Vorlaufzeiten im Bergbau verdeutlicht. Diese Trägheit verhindert, dass die Industrie zügig auf aktuelle Defizite reagieren kann.
Die aktuelle Marktlage verschärft sich zusätzlich durch bereits angekündigte Maßnahmen: Kazatomprom plant für 2026 eine Produktionskürzung um 10 Prozent, was etwa 5 Prozent des weltweiten Uranangebots entspricht. Da der Spotpreis zuletzt bei rund 88 US-Dollar pro Pfund notierte, nachdem er kurzzeitig die 100-Dollar-Marke durchbrochen hatte, bleibt das Umfeld für Einkäufer angespannt.
Die Weichen für das Jahr 2026 sind damit gestellt. Investoren richten ihren Fokus nun auf die Abstimmung der Kazatomprom-Aktionäre am 26. März, die den Indien-Deal formal besiegeln soll. Sollten westliche Energieversorger auf diese Verknappung mit beschleunigten Käufen im Termingeschäft reagieren, dürfte sich der Druck auf die verbleibenden Lagerbestände weiter erhöhen.
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