United Parcel Service (UPS) treibt seine langfristige Strategie „Network of the Future“ massiv voran. Mit der Schließung zahlreicher Standorte und einem großflächigen Abfindungsprogramm für Fahrer reagiert der Logistikriese auf den Wandel im globalen Versandgeschäft. Ziel ist ein effizienteres Netzwerk, das sich verstärkt auf margenstarke Geschäftsbereiche konzentriert und die Abhängigkeit von Großkunden reduziert.
Abschied von manuellen Lagern
Im Rahmen dieser Neuausrichtung plant UPS, allein im Jahr 2026 insgesamt 22 gewerkschaftlich organisierte Sortieranlagen in 18 US-Bundesstaaten zu schließen. Dies ist jedoch nur der erste Schritt einer umfassenden Optimierung: Bis zum Jahr 2030 könnten bis zu 200 dieser Zentren wegfallen.
Der Konzern setzt dabei konsequent auf hochautomatisierte Hubs, um die bisherige manuelle Abwicklung zu ersetzen. Durch diesen technologischen Sprung will das Unternehmen die Kapazitäten bündeln und die Betriebskosten nachhaltig senken.
Personalabbau durch Rekord-Abfindungen
Parallel zur Straffung der Infrastruktur passt UPS seine Belegschaft an die neuen Gegebenheiten an. Ein US-Gericht gab kürzlich den Weg frei für ein freiwilliges Abfindungsprogramm, bei dem gewerkschaftlich organisierten Fahrern bis zu 150.000 US-Dollar für ihr Ausscheiden angeboten werden können.
Insgesamt strebt das Unternehmen für dieses Jahr eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl um etwa 30.000 Stellen an. Dieser Stellenabbau soll durch eine Kombination aus den genannten Buyouts und natürlicher Fluktuation realisiert werden, um die Kostenbasis des Konzerns grundlegend zu restrukturieren.
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Fokus auf margenstarke Nischen
Hinter diesen drastischen Maßnahmen steht ein gezielter Strategiewechsel weg vom reinen Massengeschäft. UPS beabsichtigt, die Abhängigkeit von weniger profitablen Lieferungen – insbesondere im Auftrag von Amazon – deutlich zu verringern. Wird dieser Fokus auf Speziallogistik ausreichen, um den Druck durch sinkende Margen im Standardversand dauerhaft auszugleichen?
Stattdessen investiert der Konzern verstärkt in lukrative Spezialbereiche wie „UPS Healthcare“. Diese Sparte übernimmt den Transport von empfindlichen medizinischen Geräten, Diagnostik-Tests und Medikamenten. An der Börse wird dieser Umbau positiv begleitet: Die Aktie notiert derzeit bei 98,00 Euro und hält sich damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 83 Euro.
Die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen wird die operative Struktur von UPS bis zum Ende des Jahrzehnts transformieren. Anleger werden in den kommenden Quartalsberichten vor allem darauf achten, wie effektiv die Effizienzgewinne aus der Automatisierung die Kosten der laufenden Restrukturierung kompensieren können.
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