Gleiche Zahlen, gegensätzliche Reaktionen: Nach den Quartalszahlen von UPS erhöht die UBS ihr Kursziel, JPMorgan senkt es. Beide Häuser sehen den Paketdienstleister stark, ziehen daraus aber unterschiedliche Schlüsse für die Aktie.
UBS bleibt bei „Buy“
Die UBS hebt das Kursziel von 124 auf 125 US-Dollar an und bestätigt die Einstufung „Buy“. Analyst Thomas Wadewitz spricht von soliden Resultaten. Sie belegten, dass die Unternehmensstrategie Früchte trage. Die Anhebung fällt mit einem Dollar moderat aus, das Votum bleibt klar positiv.
An der Börse half das zunächst nicht. Die Aktie gab an der NYSE zeitweise um 1,5 Prozent auf 104,46 US-Dollar nach. Zur UBS-Marke von 125 Dollar bleibt damit ein deutlicher Abstand.
JPMorgan senkt trotz Zahlenplus
Bemerkenswert ist die Gegenposition. JPMorgan reduziert das Ziel von 115 auf 112 US-Dollar und belässt die Einstufung bei „Neutral“. Dabei räumt Analyst Brian Ossenbeck ein, UPS habe die Erwartungen deutlich übertroffen und die Prognose angehoben.
Seine Begründung betrifft die Debatte über eine Belebung der Geschäfte im zweiten Halbjahr. Diese sei durch die Zahlen weitgehend beendet. Eine Unsicherheit weniger, so lässt sich das lesen, bedeutet aus seiner Sicht nicht automatisch mehr Kurspotenzial.
Spanne von 112 bis 125 Dollar
Das Analystenbild ist damit nicht einheitlich. Die beiden Kursziele liegen 13 Dollar auseinander. Die UBS sieht die Strategie von UPS aufgehen und erwartet weiteren Spielraum nach oben. JPMorgan erkennt zwar operative Stärke, sieht den Kurs aber offenbar bereits angemessen bewertet.
Der aktuelle Kurs von gut 104 Dollar liegt unter beiden Marken. Das Ziel von JPMorgan impliziert rund sieben Prozent Luft nach oben, jenes der UBS knapp 20 Prozent.
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